Impulsberatung Solar bei der Stadt Bad Pyrmont

Stefan Reinisch (Zweiter von rechts) erörtert die Möglichkeiten in der Sporthalle
Stefan Reinisch (Zweiter von rechts) erörtert die Möglichkeiten in der Sporthalle

Auf das kostenlose Angebot der Impulsberatung Solar aufmerksam geworden, trat die Stadt Bad Pyrmont an die Klimaschutzagentur Weserbergland heran. Diese bietet in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) eine kostenfreie Solarberatung an und vermittelt Gespräche mit Energieberatern. Durch eine effiziente Verwendung von Energie sowie die verstärkte Versorgung mit erneuerbaren Energien können Kommunen ihre Energiekosten in den eigenen Liegenschaften deutlich senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

 

In Bad Pyrmont sollte eruiert werden, ob die Installation einer PV-Anlage auf den Dächern der Max-Born-Realschule und der Sporthalle in der Bahnhofstraße möglich ist. Stephan Reinisch von dem Büro Die Energieingenieure Schmidt und Reinisch GbR war als unabhängiger Energieberater für die Klimaschutzagentur vor Ort.

 

Zunächst warf Herr Reinisch von außen einen Blick auf die Gebäude, um sich einen Überblick zu verschaffen, in welchem Allgemeinzustand die Dächer sind und ob es Verschattungen gibt, die die Effektivität einer PV-Anlage einschränken. Dann wurde im Gespräch geklärt, welche Gebäude zum Komplex gehören und wie hoch der Stromverbrauch in den beiden Liegenschaften ist. Da es sich bei einer Schule bzw. einer Sporthalle um Großverbraucher handelt, ist gewährleistet, dass der Eigenstromverbrauch sehr hoch ist. Mit Hilfe eines entsprechenden Lastprofils lässt sich eine PV-Anlage für diese Zwecke sehr genau berechnen. Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage wird mit einem Abschreibungszeitraum von 20 Jahren berechnet. In der Regel haben die Anlagen aber eine deutlich längere Lebenserwartung.

 

„Im Regelfall ist die Installation einer PV-Anlage sehr gut möglich“, erörtert Reinisch. „Statische Probleme, die häufig diskutiert werden, sind auch viel seltener als die meisten Kunden befürchten. Insbesondere bei Schrägdächern, wo die Anlagen direkt aufliegend verbaut werden, stellt sich die Frage fast nie. Bei Flachdächern kann die Belastung durch geringere Aufstellwinkel und die Realisierung von bestimmten Aufstellmethoden stark gesenkt werden. Dementsprechend rate ich zu mehr Mut. Erst die Wirtschaftlichkeit prüfen, dann einen zielführenden Weg suchen, wie ein Dach, das statisch nicht gut dasteht, gegebenenfalls doch erschlossen werden kann. Lösungen gibt es viele!“

 

Die Impulsberatung Solar ist eingebettet in die Aktivitäten des Projekts Masterplan 100% Klimaschutz. Weitere Infos gibt es hier.

 

Ihr Ansprechpartner: Carola Gad, Larisa Purk