Bündnis für mehr Klimaschutz: das Weserbergland wird zum Vorreiter

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Mit dem neuen Bündnis klimaneutrales Weserbergland 2030 der Klimaschutzagentur Weserbergland wird die Region zum Vorreiter beim Thema Klimaschutz. Angesprochen sind große Industrieunternehmen ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe, Hotels und Gaststätten, Verwaltungen von Kommunen, Vereine, Schulen, Veranstalter u.v.m. Die Bündnisteilnehmer*innen verpflichten sich, schrittweise bis spätestens zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Reduktion der CO2-Emissionen durch mehr Energieeffizienz und dem stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien. Darüber hinaus sollen unvermeidbare Restemissionen durch

die Förderung von Klimaschutzprojekten in der Region und in Entwicklungsländern, die entsprechend CO2 einsparen, kompensiert werden. Schirmherr des Bündnisses klimaneutrales Weserbergland 2030 ist Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Im vergangenen Monat sorgte ein Starkregen für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Weserbergland. Im Süntelbad Haddessen musste sogar das Technische Hilfswerk anrücken. Im Sommer 2020 hingegen verursachte eine Hitzewelle den Zusammenbruch der Wasserversorgung in der Gemeinde Lauenau. „Die Zeichen des Klimawandels werden auch im Weserbergland immer deutlicher wahrnehmbar und zeigen, dass es allerhöchste Zeit ist, den klimaschädlichen CO2-Ausstoß zu senken“, betont Anja Lippmann-Krüger, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland. Man wolle mit einem „Bündnis der Willigen“ einen möglichst großen Beitrag dazu leisten.

 

Tatsächlich würden immer mehr Unternehmen die Zeichen der Zeit erkennen und unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben entschlossen handeln, hat die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur festgestellt. Als Beispiel nennt sie die Firma elektroma, die seit kurzem mit einer 570 kWp PV-Anlage ca. 420.000 kWh erzeugt und somit nun CO2-frei ist. Um anderen Firmen, aber auch Kommunen und Institutionen in der Region den Weg dorthin zu erleichtern, soll das Bündnis klimaneutrales Weserbergland 2030 gegründet werden, berichtet Lippmann-Krüger. „Viele Unternehmen aus dem Weserbergland haben bereits ihr Interesse am Beitritt bekundet.“

 

Am Freitag, den 23. Juli 2021, findet im Weserbergland-Zentrum Hameln sowie Online nun die Auftaktveranstaltung zur Bündnisgründung statt. Neben der Projektvorstellung erhalten Interessierte auch einen Einblick in das Erfolgsprojekt aus dem Allgäu. Zudem erwartet die Gäste eine Podiumsdiskussion mit Experten und den ersten Bündnis-Partnern zum Thema „CO2-Bilanz – Emissionsminderung – Kompensation“. Interessierte können sich hierfür noch bis zum 19. Juli hier anmelden. Eine Anmeldung zum Event ist zwingend erforderlich.

 

Nach dem Auftaktevent soll es dann auch direkt losgehen. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Reduktion der CO2-Emissionen durch mehr Energieeffizienz und dem stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien. Die Bündnisteilnehmer*innen werden dabei von den Expert*innen der Klimaschutzagentur Weserbergland beraten und unterstützt. Zudem gibt es einmal im Jahr ein Bündnispartnertreffen mit einem Fachprogramm zu Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und CO2-Kompensation.

 

Letztere ist ein zweiter sehr wichtiger Baustein. Die unvermeidbaren Restemissionen sollen nämlich durch hochwertige zertifizierte Projekte, die entsprechend CO2 einsparen, kompensiert werden. Diese Projekte, in der Regel in Entwicklungsländern, sollen vor Ort neben der CO2-Einsparung auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen. „Zusätzlich ist auch eine Komponente zur Förderung regionaler Projekte geplant“, fügt Lippmann-Krüger hinzu.

 

Weitere Infos zum Bündnis klimaneutrales Weserbergland 2030 finden Sie in Kürze hier auf unserer Homepage.

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg