So können Hotel- und Gastronomiebetriebe erfolgreich Energiekosten senken

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Hotel- und Gastronomiebetriebe aufgepasst! Im dritten Unternehmensnetzwerk der Klimaschutzagentur Weserbergland sind derzeit noch einige wenige Plätze frei. Unternehmen aus diesem Bereich, die aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont oder Holzminden kommen und zukünftig Energiekosten und Ressourcen reduzieren wollen, sollten sich jetzt noch schnell anmelden. Bei wenig Arbeitsaufwand kann so nicht nur Bares gespart, sondern auch das Klima geschützt werden.

„Ob in der Küche, im Wellnessbereich oder auf den Gästezimmern – das Hotel- und Gastronomiegewerbe ist sehr energieintensiv“, erklärt Anja Lippmann, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland, und bemerkt weiter: „Wachsende Kosten von Energie können einen Betrieb schon mal vor eine große Herausforderung stellen. Andersherum kann das Einsparen von Kosten zu einem Wettbewerbsvorteil werden.“ Mit der Netzwerkarbeit möchte die Klimaschutzagentur jedoch nicht nur Kosteneinsparungen unterstützen, sondern in erster Linie für einen verringerten CO2-Ausstoß sorgen. Dass das funktioniert, zeigen bereits vergleichbare Projekte: Im Rahmen der „30 Pilot-Netzwerke“ konnten beispielsweise jährlich im Durchschnitt Energiekosten von 180.000 Euro pro Betrieb eingespart, 2,4 Prozent weniger CO2 ausgestoßen und die Energieeffizienz um etwa 2,1 Prozent gesteigert werden.

 

„Wir freuen uns daher, dass bereits zehn Hotel- und Gastronomiebetriebe aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden bei dem neuen Netzwerk dabei sind, 15 können maximal teilnehmen“, so Lippmann. Damit möglichst viele von der Netzwerkarbeit profitieren können, wurde die Anmeldefrist auf den 15. April verlängert. Durch die Förderung der NBank ist die Teilnahme sogar kostenfrei.

 

Während der dreijährigen Laufzeit begleitet die Klimaschutzagentur Weserbergland die Netzwerkarbeit dann inhaltlich sowie organisatorisch und steht allen Teilnehmenden bei Fragen zur Seite. So profitieren die Unternehmen zudem von einer individuellen, intensiven Betreuung und Beratung sowie Tipps durch die Energieeffizienz-Experten.

 

Um es den Unternehmen möglichst leicht zu machen, ist die Teilnahme am Netzwerk mit keinem großen Aufwand verbunden. In jedem Unternehmen wird durch die Klimaschutzagentur zunächst eine Bestandsaufnahme zur allgemeinen energetischen Gesamtsituation vorgenommen. Durch eine begleitende energietechnische Beratung erhalten teilnehmende Unternehmen Transparenz über ihre Energieverbräuche. Außerdem lassen sich so schnell die individuellen Einsparpotenziale der unterschiedlichen Betriebe identifizieren und dementsprechend Maßnahmen ableiten und umsetzen.

 

Regelmäßige Netzwerktreffen ermöglichen darüber hinaus einen kontinuierlichen Austausch und Wissenstransfer mit anderen Unternehmen und Fachexperten über aktuelle Entwicklungen. Einen Mehrwert bieten auch exklusive, kostenlose Fachvorträge zu relevanten Themen mit weiteren Experten sowie gemeinsame Diskussionen über Umsetzungsmöglichkeiten in den einzelnen Betrieben.

 

Interessierte Hotel- und Gastronomiebetriebe aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden können sich noch bis 15. April bei der Klimaschutzagentur telefonisch unter 05151/95788-0 oder per Mail an info@klimaschutzagentur.org melden. Mehr Informationen zur Arbeit im Netzwerk finden Interessierte hier.

 

Das Unternehmensnetzwerk wird von der NBank gefördert. Das Projekt ist zudem eines von vielen Projekten innerhalb des Masterplans 100% Klimaschutz für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

 

Über das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk