
Kreise Hameln-Pyrmont und Holzminden. Für viele ältere Hauseigentümer:innen im Weserbergland könnte der Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung jetzt deutlich interessanter werden. Mit der Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verbessert der Bund die finanzielle Unterstützung insbesondere für Menschen mit geringem zu versteuernden Einkommen. Das dürfte vor allem Rentner:innen freuen, da die Rente deutlich niedriger besteuert wird als das frühere Arbeitseinkommen. Die Klimaschutzagentur Weserbergland rechnet damit, dass deshalb gerade die ältere Generation die Förderung nutzen wird und empfiehlt als ersten Schritt eine individuelle, ebenfalls geförderte Beratung zum Heizungstausch und den neuen Förderbedingungen.
„Viele ältere Menschen im Weserbergland haben bislang beim Heizungstausch gezögert, weil sie befürchten, dass sich ihre Investition nicht mehr amortisiert. Mit den neuen Zuschüssen kann eine neue Wärmepumpe für sie jetzt sogar spürbar günstiger sein als eine neue Gasheizung“, sagt Anja Lippmann-Krüger, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland. Für selbstnutzende Eigentümer:innen mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 30.000 Euro steigt die Förderung auf 40 Prozent. Sind weitere Bedingungen erfüllt, kann der staatliche Zuschuss bis zu 80 Prozent der förderfähigen Investitionskosten abdecken.
„Mit einer Wärmepumpe im Haus können sich Eigentümer:innen von den durch die Iran-Krise steigenden Kosten für Öl und Gas unabhängig und ihr Wohngebäude fit für die Zukunft machen“, sagt Anja Lippmann-Krüger. „Neben der finanziellen Förderung für die Investition sprechen auch die laufenden Kosten für einen Heizungstausch. Moderne Heizsysteme arbeiten deutlich effizienter als viele ältere Öl- oder Gasheizungen und können den Energieverbrauch dauerhaft senken“, ergänzt die Geschäftsführerin.
Die Neuerungen der BEG sind in dieser Woche in Kraft getreten. Zu allen Details der Förderung können sich Hauseigentümer:innen aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden in einem persönlichen Gespräch mit einem unabhängigen Energieberater informieren. Der Berater schätzt vor Ort ein, welche Heiztechnik zum Gebäude passt und welche Fördermöglichkeiten im Einzelfall genutzt werden können. Termine für diese Heizungsberatung, die die Klimaschutzagentur Weserbergland gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen anbietet, können unter www.klimaschutzagentur.org/heizungsberatung oder telefonisch unter 05151/957880 (Mo. bis Do. von 9 bis 12 Uhr) vereinbart werden.