
LK Hameln-Pyrmont/Holzminden. Wie wollen wir morgen heizen? Die Antwort: Klimafreundlich und ohne fossile Brennstoffe. Ob und wieviel Potenzial dafür in acht Kommunen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden vorhanden ist, hat die Klimaschutzagentur Weserbergland im vergangenen Jahr im Rahmen von sogenannten Kommunalen Wärmeplanungen geprüft. Die Ergebnisse wurden im vergangenen November und Dezember in sechs Orten – Aerzen, Coppenbrügge, Delligsen, Emmerthal, Hessisch Oldendorf und Salzhemmendorf – in gut besuchten Veranstaltungen vorgestellt. In diesem Jahr folgen die beiden ausstehenden Info-Veranstaltungen in Bad Münder (4. März) und später im Jahr in Holzminden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen die ersten Analyseergebnisse zur lokalen Wärmeversorgung. Dabei konnte die Klimaschutzagentur Weserbergland durchweg eine positive Botschaft übermitteln: Überall gibt es ausreichendes Potenzial, Gebäude künftig mit erneuerbarer Energie aus Sonne, Wind, Biomasse oder Erdwärme zu beheizen. Die Ausprägungen dieser Potenziale unterscheiden sich je nach Lage und Struktur der Orte, doch grundsätzlich bestehen vielfältige Perspektiven für eine nachhaltige Wärmeversorgung. Für viele Besucherinnen und Besucher war dabei vor allem entscheidend zu erfahren, ob eine künftige Versorgung über ein Wärmenetz möglich sein könnte oder ob sie sich individuell um eine klimafreundliche Lösung für ihr Eigenheim kümmern müssen. Die aktuelle Datenlage zeigte, dass es auch im ländlichen Kommunen Bereiche gibt, die für ein Wärmenetz geeignet sein können. Diese werden nun in den nächsten Prozessschritten detailliert daraufhin untersucht, ob ein solches Netz technisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll wäre.
Für die große Mehrheit der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer wird klimafreundliches Heizen voraussichtlich auf einer individuellen Lösung beruhen, da diese oft die wirtschaftlich günstigere Variante darstellt. Entsprechend groß war das Interesse an den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen und Rahmenbedingungen, an alternativen Heizsystemen sowie an den zu erwartenden Kosten. Die Expertinnen und Experten konnten im Rahmen von Fragerunden und an Thementischen jedoch viele dieser offenen Fragen klären und zahlreiche Bedenken ausräumen.
Inzwischen liegen nun auch die konkreten Ergebnisse für Bad Münder vor. Sie werden am 4. März im Martin-Schmidt-Konzertsaal durch die Klimaschutzagentur Weserbergland vorgestellt. Bei einer kurzen Podiumsdiskussion werden Vertreter der Energiebranche dazu Stellung beziehen und an Thementischen können Interessierte ihre individuellen Fragen loswerden. Franziska Dröge, Projektleiterin der Klimaschutzagentur Weserbergland, lädt herzlich alle Einwohner:innen von Bad Münder zur Informationsveranstaltung in ihrer Heimatstadt ein und ergänzt: „Wer die Gelegenheit nutzt und sich frühzeitig informiert, kann die Modernisierung des eigenen Hauses langfristig und gezielt planen. Außerdem besteht bereits jetzt die Möglichkeit, sich für eine individuelle und unabhängige Beratung zum richtigen Vorgehen anzumelden.“
Wer in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden sein Ein- oder Zweifamilienhaus energetisch checken lassen möchte oder über eine Sanierung, einen Heizungstausch oder die Nutzung von Solarenergie nachdenkt, der kann sich jederzeit auf der Website der Klimaschutzagentur für neutrale Beratungsangebote anmelden. Mehr Informationen dazu unter www.klimaschutzagentur.org/privathaushalte/leistungen