Ölheizungsverbot und Austauschpflicht? Jetzt informieren lohnt sich

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Seit der Verabschiedung des Klimaschutzprogramms im Oktober 2019 herrscht bei Haus- und WohnungseigentümerInnen vermehrt Unsicherheit beim Thema Ölheizung. Muss das alte Heizsystem ausgetauscht werden? Und bis wann? Gilt gar ein Verbot für Ölheizungen? Die Klimaschutzagentur Weserbergland klärt auf, warum es sich gerade jetzt lohnt, über dieses Thema nachzudenken und veranstaltet am 29.10.2020 in Kooperation mit den Stadtwerken Bad Pyrmont einen Infoabend unter dem Motto „Wie sieht meine Heizung der Zukunft aus?“.

Mit Öl als fossilem Brennstoff, der eine große Belastung für das Klima darstellt, wird die Ölheizung zunehmend zum Auslaufmodell. Denn um die Klimaziele zu erreichen, verabschiedete die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2030, das mit Gesetzen und auch Förderprogrammen nun nach und nach umgesetzt wird.

 

Aber was bedeutet das nun für ImmobilienbesitzerInnen? Ist Ihre Öl- oder Gasheizung älter als 30 Jahre und haben Sie noch keine Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik? Dann gilt laut dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) tatsächlich eine Pflicht zum Austausch. Ausnahme: Sie wohnen als Eigentümer seit 1. Februar 2002 in Ihrem Haus, das maximal zwei Wohnungen hat. Ab 2026 dürfen Sie einen Ölkessel nur noch in Ausnahmefällen neu installieren, so dass Sie sich für regenerative Systeme oder Hybridsysteme entscheiden sollten. Planen Sie einen Neubau? Dann müssen Sie beachten, dass ein Anteil von 15 Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Systemen stammen muss.

 

Doch auch wer nicht von der Austauschpflicht betroffen ist, sollte sich jetzt mit diesem Thema beschäftigen. Denn das Herzstück des Klimaschutzprogramms ist die neue CO2-Bepreisung, mit der Heizöl ab 2021 Jahr für Jahr teurer wird. Zudem locken Förderprogramme, mit denen bei einem Umstieg auf ein effizienteres Heizsystem deutlich Geld gespart werden kann. Mit bis zu 45 Prozent der Investitionskosten werden HauseigentümerInnen für den Austausch ihrer alten Ölheizung bezuschusst. Vor allem der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt sich, denn hier erhält man den höchsten Fördersatz. Ebenfalls interessant: auch die Beratung, Installation, Inbetriebnahme und Co. werden bezuschusst.

 

Wer mehr zu den entsprechenden Förderprogrammen und effizienten Alternativen zur Ölheizung wissen will, der ist bei dem Infoabend „Wie sieht meine Heizung der Zukunft aus?“ genau richtig. Am 29.10.2020 ab 18 Uhr informiert Dr.-Ing. Michael Kruse bei den Stadtwerken Bad Pyrmont und beantwortet zudem Publikumsfragen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmeranzahl ist auf 16 Personen begrenzt. Die Pandemie-Abstandsregeln werden berücksichtigt. Eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich unter der Telefonnummer 05281-915-0.

 

Ein weiteres Extra: im Nachgang an den Vortrag wird es am 5. November zudem einen kostenfreien Beratertag bei den Stadtwerken geben, bei dem ganz individuelle Fragen geklärt werden können. Auch hier ist die Teilnehmerzahl auf sechs begrenzt und eine Anmeldung unter der Telefonnummer 05151/95788-77 zwingend erforderlich.

 

Mehr Informationen erhalten Interessierte unter www.klimaschutzagentur.org/termine.

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk