
Hameln. Wie lässt sich eine gewaltige Aufgabe wie der Klimawandel in einer globalisierten, oft entfremdeten Gesellschaft bewältigen? – „Durch eine starke, funktionierende Gemeinschaft“, sagt Nike Rühr (im Foto Mitte). Die ehemalige Kapitänin der deutschen Hockey‑Nationalmannschaft war am 19. März als Referentin beim Impulsabend „Sport und Nachhaltigkeit“ im Hefehof in Hameln und berichtete von ihrem umfangreichen Engagement im Bereich Klimaschutz und Soziales: Durch viele Aktionen konnte sie zusammen mit ihrem Team Bewusstsein schaffen und in der nationalen und internationalen Sportwelt einiges bewegen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sensibilisierte sie an diesem Abend dafür, wie viele Möglichkeiten im Vereinsleben stecken, wenn es beispielsweise um Engagement für Klimaschutz geht. Passend dazu stellte im Anschluss an Rührs Vortrag Alexandra Massek (rechts im Bild) von der Niedersächsischen Lotto‑Sport‑Stiftung dann das Programm „Aktiv pro Klima“ vor, das Sportvereinen nicht nur durch Inspiration und Wissen, sondern auch durch finanzielle Unterstützung hilft, selbst aktiv zu werden.
Nike Rühr ist keine klassische Klimaexpertin, sondern Spitzensportlerin und Olympiateilnehmerin. Aus dem Leistungssport kennt sie die Kraft gemeinsamer Ziele und den Wert von Zusammenhalt. Unter dem Titel ihres Vortrags „Die Kraft der Gemeinschaft“ zeigte sie auf, wie sich diese Erfahrungen auf den Klimaschutz übertragen lassen. „Gemeinsam können wir die notwendigen, tiefgreifenden Veränderungen schaffen“, betonte sie. Gerade der Sport biete hier eine besondere Chance: Menschen unterschiedlichster Hintergründe kommen zusammen, vereint durch Leidenschaft und Teamgeist. Das schaffe Räume, in denen Verantwortung füreinander und für die Umwelt wachsen könne – bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen. Diese Verantwortung wiederum hat Strahlkraft und wird wieder hinausgetragen in die Familien und zu den Freunden.
Auf die verbindende Kraft setzt auch das Projekt „Klima bewegt“, in dessen Rahmen der Vortrag stattfand und zu dem insbesondere Vereinsvertreter:innen eingeladen waren. Der Abend bot den Teilnehmenden daher nicht nur Impulse und die Gelegenheit zum Austausch, sondern auch die Möglichkeit das Projekt „Klima bewegt“ und seine Aktivitäten näher kennenzulernen, die die Klimaschutzagentur Weserbergland im Auftrag der Kommunen in den beiden Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie für den Landkreis Hameln-Pyrmont selbst umsetzt. Das Projekt bringt Bildungsangebote in den Bereichen Klimaschutz und Energie in Schulen, Vereine und Jugendtreffs und fördert gemeinsames Lernen durch praktische Erlebnisse. „Wir organisieren und begleiten Bildungsaktionen, schulen Fachkräfte und unterstützen Gebäudeverantwortliche mit technischem Know‑how“, erklärt Rebecca Kittel (links im Bild), Projektverantwortliche bei der Klimaschutzagentur. Durch die Arbeit auf verschiedenen Ebenen – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Mitarbeitenden und Gebäudenutzer:innen – entstehe ein breites Gemeinschaftsgefühl. „Alle merken: Wir ziehen an einem Strang. Und genau so schaffen wir die Energietransformation“, so Rebecca Kittel. Mit „Klima bewegt“ entsteht somit ein starkes Netzwerk, das zeigt, wie viel möglich ist, wenn eine Region gemeinsam und entschlossen Verantwortung übernimmt.