Innovatives Modellprojekt in Bad Nenndorf

Anfang des Jahres beschloss der Kreisbauausschuss des Landkreises Schaumburg, einen Antrag auf Fördermittel für ein innovatives Modellprojekt zu stellen. Die dabei im Fokus stehenden Objekte sind ein Hallenbad und zwei Sporthallen im Sportzentrum Bad Nenndorf. Mittlerweile liegt der bewilligte Bescheid vom Projektträger Jülich zur Umsetzung der Maßnahmen vor, und die Planung ist bereits in vollem Gange: Im Sommer 2020 soll mit den Baumaßnahmen begonnen werden.

 

 

Das Ingenieurbüro Kirchner ist damit beauftragt worden, die Planung durchzuführen und die Umsetzung bis zum Jahr 2021 zu begleiten. In dieser Zeit sollen die Heizkreisverteilung und Trinkwarmwasserbereitung umfangreich saniert werden und in insgesamt drei Liegenschaften mit einer modernen Heizkreisregelung und innovativer Legionellenfilter-Technik erfolgen. Diese Filtertechnik würde eine Senkung der Trinkwassertemperatur um bis zu sieben Grad ermöglichen. Damit lassen sich die Verluste des Speichers und der Warmwasserverteilung um bis zu 15 % senken. Bei den hohen Energieverbräuchen des Hallenbades und den zwei Sporthallen sind das mehr als 23.000 kWh jährlich, die mit dieser Maßnahme eingespart werden können. Durch die Umstellung der Heizkreisregelung auf einen kaskadenartigen Verteiler mit sogenannten Mehrwegemischern sowie eine veränderte Anbindung der Wärmeerzeuger lassen sich bis zu 20 % des Wärmeverbrauchs einsparen. Das wären sage und schreibe 370.000 kWh jährlich.

 

Da die Höhe der Förderung über das Bundesprogramm des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes bei bis zu 80 Prozent liegt, kann darüber ein Großteil der 536.000 Euro schweren Investition gedeckt werden.

 

Auf die Idee, das Sportzentrum Bad Nenndorf energietechnisch in Augenschein zu nehmen und gegebenenfalls zu optimieren, kam der Landkreis durch die Teilnahme am kommunalen Energieeffizienznetzwerk Schaumburg, an dem auch die Partnerkommunen Bückeburg, Obernkirchen, Stadthagen, Rinteln, Lindhorst, Auetal, Nienstädt, Bad Nenndorf und Rodenberg teilnehmen.

 

Im Zuge dieses Netzwerkes sind einige Liegenschaften hinsichtlich des energietechnischen Einsparpotentials von der Klimaschutzagentur Weserbergland näher untersucht worden. In einem umfangreichen Bericht wurde das Einsparpotenzial des Hallenbades und der beiden Sporthallen in Bad Nenndorf dargelegt und zu einer Antragstellung auf ein innovatives Modellprojekt geraten.    

Ihr Ansprechpartner: Carola Gad, Larisa Purk