Fördermittel

Ihr Ansprechpartner: Mario Kölling

Staatliche Förderprogramme sollen einen Anreiz schaffen, energieeffiziente Technik im Unternehmen einzuführen. Die Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energie- oder Ressourceneffizienz erfolgt mittels Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen.

 

Im Folgenden haben wir für Sie eine Auswahl der wichtigsten Förderprogramme für Unternehmen zur Steigerung der Energie- und Materialeffizienz, sowie der Eigenversorgung durch erneuerbare Energien zusammengestellt.

 

Energieberatung für Unternehmen

Die Energieberatung ist ein wichtiges Instrument, um in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch qualifizierte und unabhängige Beratung Energiesparpotenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und Energieeinsparungen zu realisieren. Dabei sollen wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzpotenziale in den Bereichen Gebäude und Anlagen sowie beim Nutzerverhalten aufgezeigt werden.

 

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet im Rahmen des Förderprogramms "Energieberatung im Mittelstand" finanzielle Unterstützung an. Bei den geförderten Energieberatungen handelt es sich um hochwertige Energieaudits im Sinne der EU-Energieeffizienzrichtlinie.

 

Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten über 10.000 Euro, beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 8.000 Euro.

 

Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro, beträgt die Zuwendung

80 % der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 1.200 Euro.

 

Informationen zum Programm "Energieberatung im Mittelstand" auf der Internetseite des BAFA


Energiemanagementsysteme

Ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach DIN EN ISO 50001 dient der kontinuierlichen Reduzierung des Energieverbrauchs im Unternehmen. Durch den zyklischen Ablauf der Planung von Maßnahmen, deren Durchführung, Prüfung und erneuten Anpassung findet die Optimierung mittels eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses statt.

 

Das BAFA bietet für Unternehmen eine Förderung von EnMS an. Dabei werden die Erstzertifizierung eines EnMS nach DIN EN ISO 50001, eines Energiecontrollings, der Erwerb von Messtechnik und Software für EnMS anteilig bezuschusst.

 

Informationen zur Förderung von Energiemanagementsystemen auf der Internetseite des BAFA

 

Das „Pilotprogramm Einsparzähler“ des BAFA fördert Vorhaben von Unternehmen und Unternehmenskonsortien zur Erprobung, Demonstration und Markteinführung von Einsparungen leitungsgebundener Energien wie Strom, Gas, Wärme und Kälte bei Endkunden. Hierbei sollen Energieverbrauchsdaten geräte- oder anlagengruppenspezifisch erfasst und IT-gestützt ermittelt werden. Ebenso werden auf diesen Daten basierende Beratungs- und Informationsangebote gefördert, die z.B. in Verbindung mit ergänzenden Dienstleistungen, Finanzierungsmodellen oder sonstigen Mehrwertdiensten zur Realisierung von Effizienzmaßnahmen beitragen.

 

Informationen zur Förderung auf der Internetseite des BAFA


Querschnittstechnologien

Unter Querschnittstechnologien werden z.B. elektrische Motoren und Antriebe, Pumpen, Ventilatoren, Druckluftsysteme und Anlagen zur Wärmerückgewinnung verstanden, die in verschiedenen Prozessen den grundlegenden technischen Betriebsablauf ermöglichen.

 

Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen in diese Technologien oder deren Kombinationen werden vom BAFA in Form eines Zuschusses gefördert.

 

Informationen zur Förderung von Querschnittstechnologien auf der Internetseite des BAFA
Informationen zur Förderung von Klima- und Kälteanlagen auf der Internetseite des BAFA


KfW-Förderung Abwärme

Mit dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme (294) fördert die KfW Investitionen zur Modernisierung, Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme.

 

Informationen zur Förderung von Abwärmenutzung auf der Internetseite der KfW

 


BMWi Fördermaßnahme energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse:

Das BMWi unterstützt Unternehmen, wenn sie sich bei geplanten Investitionen in ihre Produktionsprozesse für möglichst energieeffiziente und damit umweltverträgliche Lösungen entscheiden. Die Mehrausgaben im Vergleich zu einer weniger umweltverträglichen Anlage werden dabei mit bis zu 20 Prozent erstattet. Die Maßnahme richtet sich an Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie Contractoren. 

 

Informationen des BMWi zur Förderung von energieeffizienten und klimaschonenden Produktionsprozessen


BMWi Förderprogramm „Strom-Effizienz-Potentiale nutzen - STEP up!“:

Das Programm „Strom-Effizienz-Potentiale nutzen - STEP up!“ des BMWi fördert Stromeffizienzmaßnahmen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen, die u.a. nach der höchsten Einsparung in Euro/kWh bewertet werden. Zudem müssen Maßnahmen mindestens eine Amortisationszeit von drei Jahren aufweisen, womit die bereitgestellten Mittel betriebswirtschaftlich schwieriger realisierbaren Vorhaben zu Gute kommen.

 

Informationen zur Förderung auf der Internetseite des BMWi


Materialeffizienz

Materialeffizienz dient der rentablen Reduktion des Einsatzes von Rohstoffen und Material in der Produktion oder der Nutzungsphase beim Kunden. Das lässt sich z.B. durch die Identifikation von Materialverlusten im Produktionsprozess oder Recyclingaktivitäten realisieren.

 

Über die Förderrichtlinie „Betriebliche Ressourcen- und Energieeffizienz“ der NBank erhalten kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen Zuwendungen für die Beratung zum effizienten Material- und Ressourceneinsatz sowie zur Realisierung innovativer Betriebsabläufe und Organisationsformen.

 

Mehr erfahren über die Förderrichtlinie "Betriebliche Ressourcen- und Energieeffizienz"

 

Das KfW-Umweltprogramm fördert Investitionen zur Einsparung von Material und Ressourcen.

 

Zum KfW-Umweltprogramm


Kombinierte Strom- und Wärmeversorgung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beschreibt die kombinierte Erzeugung von in elektrischen Strom umgesetzter mechanischer Energie und Wärme. Die bei der Verbrennung neben der Antriebsenergie entstehende Abwärme wird über Nah- und Fernwärmenetze zur Beheizung eingesetzt und führt somit zu einem höheren Gesamtnutzungsgrad des Brennstoffs.

 

Die Neuerrichtung von Mini-KWK-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 20 kWel wird vom BAFA mit einem Investitionszuschuss gefördert. KWK-Anlagen mit bis zu 50 kWel erhalten einen Zuschlag je erzeugter kWh Strom. Weiter werden Wärme- und Kältenetze entsprechend ihrer Nennweite und der verlegten Trassenlänge sowie Wärme- und Kältespeicher pro Kubikmeter Speichervolumen durch Investitionszuschüsse gefördert.

 

Informationen zur Förderung von KWK auf der Internetseite des BAFA


Erneuerbare Energien zur Wärmeversorgung

Die Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien kann z.B. über Solarkollektoren und Wärmepumpen erfolgen.

 

Über das Marktanreizprogramm für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt fördern die KfW und das BAFA Anlagen zur überwiegenden Bereitstellung von Wärme und Kälte innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Das BAFA vergibt hierzu Investitionszuschüsse, die KfW hingegen zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse. Weiter sind Nahwärmenetze, die mit Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden, sowie Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags erneuerbarer Energien Fördertatbestand.

 

Mehr erfahren über die die Förderung von "Heizen mit erneuerbaren Energien" auf der Internetseite des BAFA

 

 

Über die Förderrichtlinie „Betriebliche Ressourcen- und Energieeffizienz“ erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen Zuwendungen für die Errichtung von Anlagen zur Gewinnung von Wärme aus regenerativen Energien sowie damit im Zusammenhang stehende Verteilnetze und Speicher.

 

Mehr erfahren zu „Betriebliche Ressourcen- und Energieeffizienz“ auf der Internetseite der NBank


Abwärmenutzung in Produktionsprozessen und Gebäuden

Vorhaben zur Nutzung von Abwärme werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gefördert. Investitionsmaßnahmen zur Energieeinsparung in Produktionsanlagen und -prozessen erhalten über das KfW-Energieeffizienzprogramm mit der Nr. 292 Fördermittel.

 

Energieeffiziente Neubauten und energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohn- und Nichtwohngebäuden, also z.B. die Wärmerückgewinnung in der Lüftungs- und Klimatechnik, die Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Wärme und Kälte, werden über das KfW-Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren mit der Nr. 276 gefördert.

 

Die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) den Bau von Wärme- und Kältenetzen, sofern die darin transportierte industrielle Abwärme ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz bereitgestellt wird.

 

BAFA-Förderung von Wärme- und Kältenetzen

 

Die KfW fördert über das folgende Programm ebenfalls Wärmenetze und Speicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden.

 

Erneuerbare Energien – Premium Nr. 271

 

KfW-Energieeffizienzprogramme auf der Seite der KfW:

 

Energieeffizient Bauen und Sanieren Nr. 276 

 

Produktionsanlagen/-prozesse Nr. 292 

 

Förderprogramme der NBank zur Abwärmenutzung in Produktionsprozessen und Gebäuden:

 

Niedersachsen-Kredit Energieeffizienz Produktion

 

Niedersachsen-Kredit Energieeffizienz Gebäude

 

Optimierung des betrieblichen Ressourcen- und Energiemanagement- Energieeffizienzprojekte