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Mitreden bei Stromtrasse SuedLink - 21 Landkreise ziehen an einem Strang

Erdkabel statt Freileitung Klimaschutzagentur Weserbergland
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Mit einem ehrgeizigen Ziel ist Deutschland am Start: Mindestens 80 Prozent der Stromversorgung sollen bis zum Jahr 2050 aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Um die Versorgungssicherheit bieten zu können, sollen die Stromnetze ausgebaut werden. Nord-Süd-Verbindungen wie SuedLink spielen laut Bundesregierung dabei eine entscheidende Rolle. Nachdem jüngst auch auf Druck des 21 starken Hamelner Bündnisses "Hamelner Erklärung" der Gesetzgeber einen allgemeinen Erdkabelvorrang bei Gleichstromprojekten wie SuedLink beschlossen hat, werden jetzt die Karten neu gemischt. Voraussetzung dafür: Die gesetzlichen Vorgaben der Planungsmethode müssen konkretisiert und mit der Bundesnetzagentur als zuständiger Behörde abgestimmt werden. Auf dieser Basis will der Netzbetreiber TenneT die Trassenkorridore herleiten und der Öffentlichkeit vorstellen. Die großen Stromautobahnen von der Küste nach Süddeutschland werden laut Beschluss der Bundesregierung großteils unter der Erde verlaufen. Zudem sollen für neue Höchstspannungsleitungen verstärkt bereits vorhandene Trassen genutzt werden. Zuvor waren für die über 800 Kilometer lange Strecke, die quer durch die Region Hannover und den Landkreis Hildesheim führt, überwiegend Freileitungen vorgesehen. Der Zusammenschluss "Hamelner Erklärung" mit Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels an der Spitze hatte mit Erfolg Widerstand gegen die Freileitungen geleistet.

 

Informationen zur Hamelner Erklärung und dem aktuellen Stand finden Sie auf der Arbeitsplattform Suedlink: www.hamelner-erklaerung.de


Verfahrensablauf

Für die Strombedarfsermittlung werden üblicherweise mögliche Szenarien entwickelt, die den Energiebedarf der nächsten zehn Jahre abbilden. Zu der Szenarien-Entwicklung wird jährlich von dem Übertragungsnetzbetreiber ein Netzentwicklungsplan erstellt. Dieser stellt die Maßnahmen dar, die für den zukünftigen Energiebedarf auf Basis der Szenarien benötigt wird. Die Bundesnetzagentur prüft im Anschluss den Netzentwicklungsplan und gibt die notwendigen Maßnahmen für den Bundesbedarfsplan frei. Das Bundesbedarfsplangesetz muss anschließend vom Gesetzgeber verabschiedet werden.

 

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf der Internetseite von Tennet und der Bundesnetzagentur.

Foto: Bundesnetzagentur
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