Energetische Stadtsanierung

Ihre Ansprechpartner: Michael Kruse und Patrick Bienstein

Warum energetische Stadtsanierung?

Klimaschutz ist die zentrale gesellschaftliche Aufgabe unserer Zeit. „Die Klimafrage ist die Überlebensfrage der Menschheit.“ (Angela Merkel, 2008)

Aus diesem Grund will und muss Deutschland bis spätestens 2050 klimaneutral sein. Auch oder gerade in Verantwortung für junge und kommende Generationen.

 

Wir brauchen Klimaneutralität, bis spätestens 2050!

 

Der Gebäudebestand verursacht aktuell rund 30 % der deutschen Treibhausgasemissionen. In diesem Handlungsfeld besteht ein riesiges Potenzial in Richtung Klimaneutralität. Oder andersherum: Ohne die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist Klimaneutralität nicht möglich.

 

Wir brauchen die energetische Stadtsanierung!

 

Für das Ziel „Klimaneutralität bis 2050“ ist eine jährliche Sanierungsrate des Gebäudebestandes von etwa 2-3 % erforderlich, aktuell liegt die Quote jedoch nur bei etwa 0,8 %. Eine erfolgreiche und rechtzeitige energetische Stadtsanierung benötigt deutlich mehr und entschlosseneres Handeln.

 

Wir müssen viel mehr dafür tun, jetzt!



Ein Weg zur klimaneutralen Stadt

 

Einen wirkungsvollen Weg zur klimaneutralen Stadt bietet das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ (KfW Programm 432). Dieser Weg umfasst drei Schritte.

 

Schritt 1: Integriertes Energetisches Quartierskonzept

Auf der Grundlage einer Gesamtenergiebilanz wird über einen Zeitraum von zwölf Monaten ein Integriertes Energetisches Quartierskonzept entwickelt. Kernstück des Konzeptes ist ein auf das Quartier zugeschnittener Maßnahmenkatalog zur umfassenden energetischen Erneuerung. Darüber hinaus berücksichtigt das Quartierskonzept weitere Themen wie Demografie, Städtebau, Infrastruktur oder Wohnqualität.

 

Schritt 2: Energetisches Sanierungsmanagement

Mit dem unmittelbar anschließenden und zunächst für drei Jahre angelegten Sanierungsmanagement wird der Maßnahmenkatalog des Quartierskonzeptes Schritt für Schritt umgesetzt. Das Sanierungsmanagement kann bei Bedarf um zwei weitere Jahre verlängert werden.

 

Schritt 3: Verstetigung

Im dritten Schritt gilt es den mit der Förderung begonnen Weg bis 2050 zu Ende zu gehen und für das jeweilige Quartier bis 2050 tatsächlich Klimaneutralität zu erreichen. Grundlage hierfür ist ein stabiles Akteursnetzwerk, das über die Konzepterstellung und das Sanierungsmanagement von Anfang an aufzubauen ist.


Fördermittel nutzen

Beispielrechnung Förderung Quartierskonzept
  • Quartierskonzepte wie Sanierungsmanagement werden durch die KfW Bank mit 65 % der förderfähigen Kosten bezuschusst, für das Sanierungsmanagement jedoch bis maximal 250.000 €.
  •  Durch Kombination mit anderen Fördermitteln kann die Förderung auf maximal 85 % steigen. Im Einzelfall werden finanzschwache Kommunen sogar mit bis zu 95 % gefördert!
  •  Der Eigenanteil kann durch personelle Eigenleistung erbracht werden.
  •  Der Förderantrag kann ganzjährig von der jeweiligen Kommune gestellt werden. Bis zur Bewilligung dauert es ca. 6 Wochen.

Unser Angebot

Für die energetische Stadtsanierung war bzw. sind wir als Klimaschutzagentur Weserbergland aktiv in Holzminden, Eschershausen, Bad Nenndorf, Coppenbrügge, Hameln, Auhagen, Salzhemmendorf u. v. m.

 

Wir unterstützen insbesondere bei:

  • Auswahl eines passenden Quartiers
  • Vorbereitung des Förderantrags gemäß des KfW-Programms 432
  • Konzepterstellung, inklusive energetische und städtebaulicher Bestandsaufnahme, Erstellung einer Gesamtenergiebilanz, Erarbeitung eines handlungsbezogenen Maßnahmenkatalogs
  • Aktivierung und Einbindung zentrale Akteure und Entscheidungsträger
  • Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen und Workshops
  • Aufbau von Netzwerken
  • Monitoring und Evaluation

Ihre Ansprechpartner:

Wenn Sie Interesse an einer Beratung, offene Fragen oder weiteren Informationsbedarf haben, sprechen Sie uns an.

Für ein persönliches Informationsgespräch steht Ihnen zur Verfügung:

Bauassessor, Dipl.-Ing.

Patrick Bienstein

Tel.: 05151/95788-36

bienstein@klimaschutzagentur.org

 

Dr.-Ing.

Michael Kruse

Tel.: 05151/95788-14

kruse@klimaschutzagentur.org