Auftaktveranstaltung der Solarkampagne "Sonnenzeit - Jetzt auf Zukunft setzen"

Foto: KSA
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Die Sonne gilt als eine auch in der Zukunft nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die für jeden Menschen zugänglich ist. Die Chancen dieser Energiequelle aufzuzeigen und mit ihrer Hilfe die gesetzten Klimaschutzziele der Region Weserbergland zu erreichen, ist das Ziel der Solarkampagne „Sonnenzeit – Jetzt auf Zukunft setzen“ der Klimaschutzagentur Weserbergland. Um eine Vernetzung ortsansässiger Akteure aus Politik und Wirtschaft zum Thema zu initiieren, lud die Klimaschutzagentur nun zu einer Auftaktveranstaltung der Solarkampagne in den Gläsernen Saal im Hefehof ein. Das Interesse war groß: Über 50 Teilnehmer folgten zunächst Vorträgen von Anja Lippmann, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur und von Dr. Raphael Niepelt vom Institut für Solarenergieforschung Hameln, um im Anschluss daran in Workshops zu gehen, in denen zwei Themenschwerpunkte besonders von Interesse waren: Zum einen wurden Hürden zusammengetragen, die den Ausbau der Solarenergie hemmen, zum anderen wurden Chancen und Synergien erarbeitet, die deren Ausbau fördern können.

Laut Anja Lippmann sind die Rahmenbedingungen für den Bau von Photovoltaik derzeit besonders „sonnig“. „Solaranlagen rechnen sich so gut wie nie zuvor. Noch immer wird Strom aus kleineren Photovoltaikanlagen gesetzlich gesichert vergütet“, so Lippmann. Richtig profitabel seien die Anlagen aber erst, wenn man den produzierten Strom auch selbst verbraucht. Außerdem seien Photovoltaikanlagen so günstig wie nie zuvor – ein Vorteil der gesunkenen Nachfrage in Europa – und würden über Steuersparmodelle gefördert.

 

„Die Solarenergie bildet eine der beiden tragenden Säulen unseres zukünftigen Energiesystems in Niedersachsen“, so Dr. Raphael Niepelt. „Sonne und Wind ergänzen sich prima und versorgen uns das ganze Jahr über CO2-frei mit Energie. Das nachhaltige Energiesystem muss dabei insgesamt nicht teurer sein als die konventionelle Alternative. Das liegt vor allem an den preislichen und technologischen Entwicklungen bei den Erneuerbaren Energien, zu denen Institute wie das ISFH erfolgreich beigetragen haben.“

 

Auch Privathaushalte, Kommunen und Unternehmen profitieren von der Solarkampagne „Sonnenzeit“: Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern können sich noch bis zum 30. September für eine kostenfreie Solar-Check-Beratung bei der Klimaschutzagentur unter 05151/95788-77 oder per Mail unter info@klimaschutzagentur.org anmelden. Steigende Beratungszahlen stehen für die Erfolge dieses Angebots: Nach dem ersten Kampagnenzeitraum in 2019 verzeichnet die Klimaschutzagentur bereits 135 Anmeldungen. Für Unternehmen und Kommunen bietet die Klimaschutzagentur die Impulsberatung „Solar“, bei der die Potenziale der Solarenergie betriebsspezifisch aufgezeigt werden. Behandelt werden die Themen PV-Stromeigenverbrauch und -einspeisung sowie Stromspeicherung. Auch die wirtschaftlich sehr sinnvolle Nutzung von Solar-Prozesswärme für Gebäude und Industrieprozesse mit Temperaturen um 100°C wird untersucht. Unternehmen können hier sogar einen Investitionszuschuss von bis zu 70% erhalten.

 

Auch auf öffentlichen Veranstaltungen und Messen wird das Thema Solarenergie von der Klimaschutzagentur verstärkt „zum Anfassen“ dargestellt. Im Solarzelt beim diesjährigen Tag der Umwelt am 08.09.2019 präsentiert die Klimaschutzagentur zum wiederholten Mal das Cinema del Sol, ein mobiles Kinoevent, das seinen Energiebedarf zu 100% aus erneuerbaren Energien deckt, und zeigt den oscarprämierten Kurzfilm Mr. Hublot. Ebenfalls zu sehen und testen ist eine mit PV-Modulen betriebene Carrera-Bahn vom Hamelner Institut für Solarforschung.

 

Die Kampagne „Sonnenzeit – Jetzt auf Zukunft setzen“ wird gefördert durch das Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum in Niedersachsen und Bremen 2014 bis 2020 beteiligt durch die Europäische Union mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Zudem ist sie eingebettet in die Aktivitäten des Projekts Masterplan 100% Klimaschutz. Weitere Infos zur Kampagne gibt es hier.

 

Ihr Ansprechpartner: Calora Gad, Larisa Purk