Weserberglandkreise gehen mit Solarportal für alle online

Foto: PublicDomainPictures/Pixabay
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Die Sonne gilt als eine auch in der Zukunft nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die für jeden Menschen zugänglich ist. Die Chancen dieser Energiequelle aufzuzeigen und mit ihrer Hilfe die gesetzten Klimaschutzziele der Region Weserbergland zu erreichen, ist das Ziel der Solarkampagne „Sonnenzeit – Jetzt auf Zukunft setzen“ der Klimaschutzagentur Weserbergland. Um eine Vernetzung ortsansässiger Akteure aus Politik und Wirtschaft zum Thema zu initiieren, lud die Klimaschutzagentur im August zu einer Auftaktveranstaltung der Solarkampagne in den Gläsernen Saal im Hefehof ein, der in den kommenden Monaten zahlreiche weitere Veranstaltungen folgen werden.

Laut Anja Lippmann-Krüger, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland, sind die Rahmenbedingungen für den Bau von Photovoltaik derzeit besonders „sonnig“. „Solaranlagen rechnen sich so gut wie nie zuvor. Noch immer wird Strom aus kleineren Photovoltaikanlagen gesetzlich gesichert vergütet“, so Lippmann-Krüger. Richtig profitabel seien die Anlagen aber erst, wenn man den produzierten Strom auch selbst verbraucht. Außerdem seien Photovoltaikanlagen so günstig wie nie zuvor – ein Vorteil der gesunkenen Nachfrage in Europa – und würden über Steuersparmodelle gefördert.

 

Neben kostenfreien Solar-Checks, die im Rahmen der Solarkampagne in Ein- und Zweifamilienhäusern direkt vor Ort stattfinden, können sich Interessierte ab sofort aber auch selber über den möglichen Einbau einer PV-Anlage in ihrem Eigenheim schlau machen: Mit dem „Solarportal Weserbergland“ geben die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg nun allen Hausbesitzern, Unternehmen und Kommunen ein Online-Tool an die Hand, mit dem sie sich über die Potenziale auf dem eigenen Dach informieren können. Ziel des Gemeinschaftsprojektes der drei Weserberglandkreise ist es, den Ausbau der Solarenergie zu fördern und neugierig auf die eigenproduzierte Energieform zu machen. „Mit diesem Angebot wollen wir jedem Hauseigentümer Mut zum eigenen Solardach machen“, erläutert der Erste Kreisrat Carsten Vetter das kommunale Engagement. „Die Solarenergie hat in unserer Region derzeit das größte und gesellschaftlich verträglichste Ausbaupotenzial von allen regenerativen Energien“ unterstreicht der Schaumburger Landrat Jörg Farr.

 

„Die Solarenergie bildet eine der beiden tragenden Säulen unseres zukünftigen Energiesystems in Niedersachsen“, so Dr. Raphael Niepelt. „Sonne und Wind ergänzen sich prima und versorgen uns das ganze Jahr über CO2-frei mit Energie. Das nachhaltige Energiesystem muss dabei insgesamt nicht teurer sein als die konventionelle Alternative. Das liegt vor allem an den preislichen und technologischen Entwicklungen bei den Erneuerbaren Energien, zu denen Institute wie das ISFH erfolgreich beigetragen haben.“

 

Die Kampagne „Sonnenzeit – Jetzt auf Zukunft setzen“ wird gefördert durch das Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum in Niedersachsen und Bremen 2014 bis 2020 beteiligt durch die Europäische Union mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Zudem ist sie eingebettet in die Aktivitäten des Projekts Masterplan 100% Klimaschutz. Weitere Infos zur Kampagne gibt es unter https://www.klimaschutzagentur.org/sonnenzeit.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Carola Gad, Larisa Purk