Klimaschutzagentur ruft Bad Münderaner Hauseigentümer zum Heizkosten sparen auf

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Ab sofort in der Stadt Bad Münder

Mit dem Herbst laufen nicht nur Heizungen auf Hochtouren – mit ihnen fangen auch die Gaszähler wieder an zu ticken. Umso besser, dass sich Energieberater der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Verbraucherzentrale nun wieder in die Keller von Privathaushalten begeben und Heizungsanlagen unentgeltlich unter die Lupe nehmen. Ab sofort und noch bis zum 12. November haben Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern aus der Stadt Bad Münder die Möglichkeit, sich für eine kostenlose Beratung rund um die Heizung – die Heizungsvisite – anzumelden.

 

Bei dem Vor-Ort-Termin geht es jedoch nicht nur um die Heizung. Auch der Stromverbrauch, die Gebäudehülle, das Dach und die gesamte Anlagentechnik ist Bestandteil der Beratung. Denn was bringt schon eine effiziente Heizanlage, wenn die gewonnene Wärme irgendwo wieder verloren geht? In etwa 90 Minuten inspizieren die Energieberater der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Verbraucherzentrale Niedersachsen das komplette Haus. Gibt es irgendwo Auffälligkeiten, werden diese direkt mit angesprochen. Dabei nehmen sich die Energieberater nicht nur Zeit und gehen ganz individuell auf die Bedürfnisse ein – Erläuterungen gestalten sie so einfach wie möglich, damit wirklich jeder, ob Laie oder Heizungsprofi, davon profitiert. Mit Fachwörtern jonglieren? Bei der Heizungsvisite Fehlanzeige. Die Neutralität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Hauseigentümern werden lediglich mögliche Maßnahmen aufgezeigt, für ein bestimmtes Produkt wird jedoch nicht geworben.

 

Außerdem sollten Hauseigentümer wissen, dass die Heizung nicht immer gleich ausgetauscht werden muss. Gegebenenfalls reicht eine Optimierung vollkommen aus. Hierzu merkt Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, an: „Eine Optimierung ist nicht nur etwas für alte Anlagen. Selbst bei neu eingebauten Heizungen finden wir oft welche, die nicht richtig eingestellt sind!“ Abhilfe kann hier ein hydraulischer Abgleich schaffen. „Nach einer bundesweiten Studie sind nur knapp zehn Prozent aller Heizungsanlagen hydraulisch abgeglichen und laufen effizient“, weiß Timm. Dabei können Hauseigentümer mit einer solchen Kleinigkeit schon viel bewirken und Energiekosten einsparen. Zudem profitieren Interessierte hier von einer BAfA-Förderung. Mit nur wenigen Klicks hat man den Förderantrag für den hydraulischen Abgleich oder eine neue stromsparende Heizungspumpe ganz schnell online eingereicht. So können sich Hauseigentümer über eine Förderung von 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten, höchstens jedoch 25.000 Euro, freuen. „Im Mittel können jährlich bis zu zwei Liter Heizöl, beziehungsweise zwei Kubikmeter Erdgas, je Quadratmeter beheizter Wohnfläche eingespart werden. So hat man die Kosten für den hydraulischen Abgleich bereits nach kurzer Zeit wieder drin“, erläutert Timm.

 

Die Beratung rund um die Heizung und entsprechende Fördermittel hat einen Wert von ca. 230 Euro, ist jedoch kostenfrei! Interessierte aus Bad Münder können sich ab dem 22. Oktober und noch bis zum 12. November über das Service-Telefon bei der Klimaschutzagentur Weserbergland unter 05151/95788-77 oder per E-Mail unter info@klimaschutzagentur.org anmelden.

 

Durchgeführt werden die Beratungen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes „clever heizen!“ der Verbraucherzentrale Niedersachsen, der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die Beratungen sind Bestandteil der Gebäude-Energieberatung der Verbraucherzentrale und sind gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Zudem ist die Heizungsvisite eines von vielen Projekten innerhalb des Masterplans 100% Klimaschutz für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

 

Über das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk