KlimAkademie feiert mit 60 neuen Klimaschützern erneut Erfolg

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Insgesamt 60 Kinder ließen sich erneut zu Klimaschützern ausbilden. Foto: KSA

Auch in diesem Jahr erfreute sich die KlimAkademie ganz großer Beliebtheit: insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont ließen sich vergangenen Donnerstag von der Umwelt-Jugendinitiative KliMotion und der Klimaschutzagentur Weserbergland zu Klimaschützern ausbilden. Die Akademie für Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren fand bereits zum zweiten Mal statt. Anhand von Gruppenaufgaben, Spielen und Workshops tasteten sich die Teilnehmenden an die Themen Klimawandel, -schutz und -gerechtigkeit sowie an die einhergehenden globalen Herausforderungen heran.

 

„Erneut war das Interesse an der KlimAkademie bereits im Vorfeld sehr groß“, freut sich Leonie Grothues von der Klimaschutzagentur Weserbergland, und erklärt weiter: „Wir hatten auch in diesem Jahr deutlich mehr Anmeldungen als freie Plätze, so dass leider nicht alle Interessenten teilnehmen konnten. Deswegen prüfen wir zurzeit für 2019, ob wir die KlimAkademie mehr als nur ein Mal im Jahr anbieten können.“ Die Teilnehmerzahl müsse jedoch auf 60 Kinder begrenzt werden, um die Inhalte der Akademie bestmöglich vermitteln zu können.

 

Und so startete die Akademie am Donnerstag bereits morgens in der früh um acht Uhr in einer vollen Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums erst einmal mit einem Empfang durch die Organisatoren KliMotion und Klimaschutzagentur. Nach einer kurzen Einführung in das Thema ging es dann zunächst mit dem Bus zu einer zweistündigen Führung in die Naturerlebnisstätte Riepenbach. Gestärkt durch die dortige biologische Mittags-Mahlzeit setzte die Gruppe ihren Weg in das Viktoria-Luise-Gymnasium fort. Hier folgten nach einem „Weltverteilungsspiel“ zum Thema globale Klimagerechtigkeit insgesamt vier weitere Workshops in Kleingruppen.

 

Im Energie-Workshop wurden dann Modelle von Dampfmaschine, Solarhaus und Windrad vorgestellt, Funktionsweisen erklärt und es wurde darüber gesprochen, wie es sich bei der Energiegewinnung mit dem CO2 Ausstoß verhält. Im Plastik-Workshop hingegen lernten die Teilnehmenden, was Plastik überhaupt ist, wieso wir alle davon so viel verbrauchen und wie sich dies auf die Umwelt auswirkt. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich zudem mit dem Recyclingsystem auseinander und lernten, wie die verschiedenen Materialien richtig rückgeführt werden. Im Workshop zu Handlungsoptionen wurden umweltfreundliche Alternativen aus dem Bereich Mobilität und Ernährung aufgezeigt, um so ein Verständnis für den Zusammenhang der eigenen Handlungen und dem eigenen ökologischen Fußabdruck zu entwickeln. Im Workshop „Samenbomben“ bekamen die Kinder mit einem kurzen Filmbeitrag zunächst eine Einführung in das Thema Bienen und wieso sie für uns alle so wichtig sind, bevor mit dem Basteln von Samenbomben das Bienensterben thematisiert und so eine Handlungsoption aufgezeigt wurde.

 

Zum Abschluss des Tages präsentierten die neu ausgebildeten Klimaschützer ihr Erlerntes vor ihren Eltern und weiteren Besuchern und machten allen deutlich, wieso Klimaschutz so wichtig ist. Und so forderten sie alle auf: „Wir sollten sparsam mit unseren Ressourcen umgehen. Wir sollten öfter das Fahrrad nehmen anstatt das Auto oder Fahrgemeinschaften bilden und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Im Supermarkt sollten wir darauf achten, regionale Produkte statt Produkte vom anderen Ende der Welt zu kaufen. Wir sollten versuchen, weniger Fleisch zu essen und weniger Müll zu produzieren und den Müll, den wir nicht vermeiden können, gewissenhaft entsorgen und recyceln oder ihn anders wiederverwenden!“ Auch der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies, Schirmherr der KlimAkademie, meldete sich zu Wort. Da er an diesem Tag leider nicht persönlich vor Ort sein konnte, wandte er sich mit einer Videobotschaft an die Kinder, lobte sie für ihr Engagement und setzte seine Unterschrift unter die einzelnen Teilnehmer-Urkunden. Auch in Zukunft sind die KlimAkademiker bereit, das Klima zu schützen und sich weiterhin dafür einzusetzen! So hieß es abschließend von den Teilnehmern: „Jetzt seid auch ihr dran. Wir alle müssen gemeinsam für den Schutz unserer Erde kämpfen. Nur dann können wir sie retten!“

 

Die KlimAkademie wurde in diesem Jahr unterstützt von dem Backhaus Wegener und dem Bio-Markt in der Deisterstraße, der Firma Neudorff, der Sparkasse Hameln-Weserbergland, der Stadt Hameln, den Stadtwerken Hameln sowie der Volksbank Hameln-Stadthagen.

 

Die KlimAkademie ist zudem Bestandteil des Masterplans 100% Klimaschutz für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

Über das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk