Klimaschutzagentur holt Solar-Check plus in den Landkreis Holzminden

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Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern im Landkreis Holzminden haben jetzt die Chance, sich mit dem „Solar-Check plus“ über die Nutzung von Solarenergie umfangreich und kostenlos beraten zu lassen. Drei Partner mit besonderer Expertise haben sich dafür zusammengetan: die Klimaschutzagentur Weserbergland, die Verbraucherzentrale Niedersachsen und die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

„Für eine optimale Beratung von Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern haben wir unsere jeweiligen Stärken eingebracht und präsentieren nun eine sehr hochwertige Solarberatung“, erläutert Barbara Mussack von der Klimaschutzagentur des Landes. „Bei einem eineinhalbstündigen Hausbesuch prüfen die Berater, ob sich das Haus für Solarwärme oder Solarstrom eignet und was sinnvoll ist“, beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale Niedersachsen den „Solar-Check plus“. Die Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale sind in Stadt und Landkreis unterwegs und kommen auf Anfrage direkt zu den Hauseigentümern. Als Plus gebe es einen schriftlichen Bericht zum Nachlesen der Ergebnisse.

 

Die Klimaschutzagentur Weserbergland setzt die Beratungskampagne vor Ort um und ist Ansprechpartnerin für solarinteressierte Hauseigentümer. „Wir wollen zeigen, dass sich Solarenergie auch für die private Nutzung lohnt“, erklärt Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland. „Deshalb haben wir dieses Angebot in unsere Region geholt und bieten die Beratung im Wert von 285 Euro, gemeinsam mit unseren Partnern, kostenlos an.“ Heute stehe nicht mehr die Einspeisung ins Netz im Vordergrund, sondern der Eigenverbrauch des Stroms. Das müsse erst einmal bekannt werden und auch dazu diene die Kampagne.

 

Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur des Landes unterstützt diesen Ansatz: Solarstrom lasse sich heute für ca. 12 Cent pro Kilowattstunde auf dem eigenen Dach erzeugen. Der Strom aus dem Netz müsse dagegen mit durchschnittlich 28 Cent pro Kilowattstunde eingekauft werden. Das Motto heiße also, möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchen. Im Allgemeinen sei es möglich bis zu 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst zu nutzen. Wer zusätzlich einen Stromspeicher installiere, könne bis zu 70 Prozent seines Sonnenstroms selbst verbrauchen.

 

Beim Hausbesuch kommt auch die Solarthermie nicht zu kurz, die für warmes Wasser sorgt und die Heizung unterstützt. Etwa die Hälfte des Warmwasserbedarfs kann übers Jahr gesehen mit der Kraft der Sonne gedeckt werden. So kann der Heizkessel einige Monate im Jahr sogar komplett abgeschaltet werden und der Komfort der warmen Dusche bleibt erhalten.

 

Für einen Termin können sich Interessierte ab dem 3. und noch bis zum 21. September 2018 über das Service-Telefon bei der Klimaschutzagentur Weserbergland unter 05151/95788-77 oder per E-Mail unter info@klimaschutzagentur.org anmelden.

 

Der Solar-Checks plus ist eines von vielen Projekten innerhalb des Masterplans 100% Klimaschutz für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

Über das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk