Bürgerhaus Wewer ist Klima.Sieger 2018!

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Bürgerhaus Wewer freut sich über den ersten Platz beim Wettbewerb Klima.Sieger 2018. Foto: Wetsfalen Weser Energie-Gruppe

Eine fachkundige Jury hat die Preisträger des Wettbewerbs „Klima.Sieger“ 2018 nach klaren Kriterien bestimmt und die Fördersummen entsprechend zugeteilt. 20 Vereine der Kategorie A (konkretes Sanierungsvorhaben) und 15 Vereine der Kategorie B (Sanierungsidee) wurden von der Jury als förderungswürdig eingestuft. Die von der Westfalen Weser Energie-Gruppe pro Sanierungsvorhaben verteilten Preisgelder reichen von 1000 bis zu 25.000 Euro. Sparen, sanieren, schützen – unter diesem Motto hatte der heimische Energiedienstleister mit Unterstützung der Klimaschutzagentur Weserbergland im vorigen Herbst den Wettbewerb „Klima.Sieger“ zum zweiten Mal gestartet. Er unterstützt energetische Maßnahmen an Vereinsgebäuden, um den Klimaschutz voranzubringen. Der Wettbewerb richtet sich an Vereine im Netzgebiet, die eigeninitiativ und umweltbewusst vor Ort handeln.

In Detmold, Sitz der Bezirksregierung und zentral im Netzgebiet der Westfalen Weser Energie-Gruppe gelegen, wurden die Preise überreicht – dabei auch zahlreiche Bürgermeister aus den Vereinssitzen. Die ausgezeichneten Projekte reichen von sehr umfangreichen Heizungsmodernisierungen über den Einbau einer Erdwärmepumpe und den Bau einer Photovoltaikanlage bis zu weitreichenden Sanierungs- und Dämmungsmaßnahmen. Die Vereine der Kategorie A bekommen Summen zwischen 2000 und 25.000 Euro. Die höchste Summe bekam mit 25.000 Euro der Trägerverein für das Bürgerhaus in Paderborn-Wewer. 20.000 Euro gingen an den FSC Eisbergen in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke).15.000 Euro erhielt der Verein am Lambach in Herford. Zusätzlich wurde ein Sonderpreis (15.000 Euro) für die Einplanung erneuerbarer Energien vergeben. Er geht an die St. Johannes Schützenbruderschaft in Lichtenau-Atteln (Kreis Paderborn). An die 15 Vereine in der Kategorie B gingen jeweils 1000 Euro.

 

Großes Potenzial zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung in Gebäuden

„Die unterschiedlichen Ansätze auch in der zweiten Ausgabe des Wettbewerbs zeigen, wie groß das Potenzial für Energieeinsparungen und Ressourcenschonung im Gebäudebereich nach wie vor ist. Der Energieverbrauch dort macht 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland aus. Genau da setzt der Wettbewerb an“, so Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie. Viele Gebäude sind sanierungsbedürftig, freiwillige Leistungen der Kommunen müssen gekürzt oder ganz eingestellt werden. Den Vereinen selbst fehlen oft finanzielle Mittel, um nötige und gewünschte Modernisierungen umzusetzen. Ein weiteres Problem in vielen Vereinen ist die Unkenntnis der Potenziale, die für Energieeinsparungen in den jeweiligen Gebäuden vorhanden sind. Ein finanzieller Anschub durch den Wettbewerb eröffnet die Möglichkeit, mit einer Energieberatung Aufschlüsse über diese Potenziale zu gewinnen und erste Maßnahmen umzusetzen.

 

Bürgerschaftliches Engagement und Klimaschutz verknüpfen

„Als rein kommunales Unternehmen will die Westfalen Weser Energie-Gruppe mit dem Wettbewerb Klima.Sieger zwei Themen verbinden und voranbringen: bürgerschaftliches Engagement einerseits sowie Energieeffizienz und Klimaschutz andererseits. Die finanzielle Unterstützung durch ein Preisgeld kann und soll hier Anreize schaffen. Gleichzeitig werden die Kommunen etwas entlastet“, so Dr. Nahrath zur Motivation der Auslobung des Wettbewerbs. „Im lokalen Umfeld ist das für den Klimaschutz genauso wichtig wie auf globaler Ebene. Bürgerschaftliches Engagement kann hier wie an anderer Stelle sehr viel bewirken. Deshalb prämieren wir gezielt das umweltbewusste Handeln vor Ort, in der eigenen Stadt oder Gemeinde.“

 

Eine fachkundige und unabhängige Jury wählte aus den eingereichten Bewerbungen die unterstützungswürdigen Projekte aus. Der Jury gehörten Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer Energieagentur NRW, Lothar Nolte, Geschäftsführer Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, Heinz-Jörg Heinemann, Sachverständiger der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld für das Schornsteinfegerhandwerk, Prof. Dr. Martin Kesting, Professor für Elektrische Messtechnik an der Hochschule Hannover und Dr. Stephan Nahrath an. Bewertet wurde unter anderem, wie viel Energie und CO2 eingespart werden kann, wie schlüssig das Sanierungsvorhaben ist oder wie innovativ das Vorhaben zum Beispiel in Bezug auf die Mitgliederbeteiligung und die öffentliche Kommunikation ist. „Preiswürdig sind unterschiedlichste Ideen und Maßnahmen. Aber immer geht es darum, Eigeninitiative zu zeigen, zukunftsorientiert zu denken, möglichst innovative Konzepte zu entwickeln“, ergänzt Tobias Timm, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Weserbergland. Im Rahmen des Wettbewerbs arbeitete Westfalen Weser Energie mit der Klimaschutzagentur zusammen und richtete dort eine Servicestelle ein. „Uns war klar: Wir können die Vereine mit ihren Vorhaben nicht allein lassen. Wir haben zu allen Fragen rund um den Wettbewerb beraten, zur Antragsstellung genauso wie zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten“, so Tobias Timm.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Interessierte unter www.ww-energie.com/klima.sieger.

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk