Konzeptphase ist abgeschlossen – jetzt geht’s an die Umsetzung

Klimaschutzagentur Weserbergland, Masterplan 100% Klimaschutz, masterplan-weserbergland

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt „Masterplan – 100% Klimaschutz“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg ist eine dieser auserwählten Kommunen. Nach der Bekanntgabe der Förderung hat das Team um das Projekt "Masterplan 100% Klimaschutz" etwa ein Jahr am Konzept zum Masterplan gearbeitet. Nachdem das Konzept Ende letzten Jahres in den Kreistagen der entsprechenden Landkreise verabschiedet wurde, kann das Dokument ab sofort von der Öffentlichkeit unter www.masterplan-weserbergland.de eingesehen und heruntergeladen werden. Damit ist die Konzeptphase offiziell abgeschlossen.

Mit dem Masterplan-Konzept liegt nun eine umfassende Grundlage für weitere koordinierte Aktivitäten aller Akteure in den drei Landkreisen für den Klimaschutz vor, die auf das Ziel ausgerichtet sind, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Als Grundlage für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen wurde eine Energie- und CO2-Bilanz für die Landkreise und ihre Städte und Gemeinden erarbeitet. Neben kommunalen Vertretern wurden auch regionale Akteure aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Politik intensiv in die Konzeptphase eingebunden.

 

So entwickelten beispielsweise die sogenannten Generationstandems – bestehend aus einem jüngeren sowie einem älteren Bürger – in mehreren Treffen ihr ganz eigenes, konkretes Bild einer lebenswerten Zukunft im Weserbergland mit und für die Energiewende. In Zweierteams widmeten sie sich gemeinsam der Frage, wie wir im Weserbergland leben wollen und was wir für eine nachhaltige Entwicklung tun können. Diese Zukunftsvisionen flossen dann in das Konzept mit ein.

 

Auch in Bürgermeisterbesuchen und Werkstattgesprächen mit Unternehmen und Verbänden bekamen weitere Akteure der Region die Möglichkeit, sich einzubringen und so an der Formulierung von Umsetzungsschritten teilzuhaben.

 

Bereits zum Projektstart wurden zudem ein Beirat und eine Lenkungsgruppe ins Leben gerufen. Der Beirat bildet das oberste Gremium innerhalb der Projektkoordination. Er hat eine beratende Funktion bei der inhaltlichen Ausrichtung und repräsentiert Entscheider aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Lenkungsgruppe hingegen ist für die Projektsteuerung zuständig und besteht aus Vertretern der Verwaltung, den Klimaschutz- und Masterplanmanagern, dem Masterplankoordinator sowie der Klimaschutzagentur Weserbergland und der target GmbH als beratendes Unternehmen.

 

„Dass viele verschiedene Akteure aus dem Weserbergland an der Konzepterstellung mitwirken, war uns bereits im Vorhinein sehr wichtig“, erklärt Jan Krebs, Masterplankoordinator, und ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit allen hat gut funktioniert. Wir bedanken uns bei den Beteiligten nochmals für die konstruktiven Gespräche und Ideen.“

 

Und auch bei der Umsetzung gilt es jetzt, gemeinsam Hand in Hand zu gehen. Nach dem offiziellen Ende der Konzeptphase geht es nun an die Umsetzung. Das Team um das Projekt „Masterplan – 100% Klimaschutz“ und die Klimaschutzagentur Weserbergland arbeiten mit Hochdruck daran, die neuen Projekte und Projektideen Schritt für Schritt umzusetzen. Klimaschutz-Interessierte können sich auf der Website des Masterplan-Projektes, der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Landkreise über Angebote und Veranstaltungen informieren.

 

Über das Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk