Elf Unternehmen machen sich zukünftig für Klimaschutz stark

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Staatssekretär Frank Doods übergab beim Auftaktevent für das Unternehmensnetzwerk UNRW den Zuwendungsbescheid an Tobias Timm. Foto: KSA

Insgesamt elf Unternehmen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont haben sich ab sofort als wesentliches Ziel gesetzt, durch einen regelmäßigen und von Fachexperten betreuten Austausch sowie eine begleitende energietechnische Beratung die Energie- und Ressourceneffizienz in ihren Betrieben zu steigern und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gestern fiel für das zweite Unternehmensnetzwerk der Klimaschutzagentur Weserbergland UNRW (Unternehmensnetzwerk für Ressourceneffizienz im Weserbergland) bei einem Auftaktevent der offizielle Startschuss.

Die Gründung des neuen Netzwerks der Klimaschutzagentur erfolgte in Kooperation mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont und der Stadt Hameln. Im gläsernen Veranstaltungssaal des HefeHofs begrüßte Andreas Manz, Dezernatsleiter Erneuerbare Energien/Umwelt/Wirtschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont, gemeinsam mit Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, die teilnehmenden Unternehmen Volvo CE Allgemeine Baumaschinengesellschaft mbH, Beloh Magnetsysteme GmbH & Co. KG, Colusso Industriedienstleistungen GmbH, Elektroma GmbH, Hajener Landbrot, Honig Baustoffe e. Kfm., OKO-tech GmbH & Co. KG, Steding Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Melior Motion GmbH, Stichweh Maschinen & Service GmbH sowie Quanto AG.

 

„Unser Pilotprojekt, das erste Unternehmensnetzwerk für Energieeffizienz im Weserbergland (UNEW), startete erfolgreich mit zwölf Teilnehmern vor mittlerweile fast einem Jahr. Wir freuen uns sehr, dass auch am zweiten Netzwerk großes Interesse seitens der Unternehmen besteht“, erklärt Tobias Timm. Mit der Teilnahme sichern sich die Teilnehmer laut Timm wichtige Imagevorteile gegenüber Unternehmen, die Klimaschutz noch gar nicht auf ihrer Agenda haben. „Wer bereits heute aktiv wird und Maßnahmen ergreift, denkt voraus, gewinnt für die Zukunft und kann sich Wettbewerbsvorteile sichern“.

 

Ebenfalls beim Auftakt vor Ort war Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, der den entsprechenden Zuwendungsbescheid über bis zu 198.000 EUR feierlich übergab. Am späten Nachmittag dann gab Prof. Dr. – Ing. Holger Brüggemann von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel, den Beteiligten zudem einen Einblick, wie man Ressourceneffizienz gestalten kann.

 

Nach dem Auftakt folgt nun die Umsetzung. In jedem Unternehmen wird durch die Klimaschutzagentur zunächst eine Bestandsaufnahme zur allgemeinen energetischen Gesamtsituation vorgenommen. So können auch bereits offensichtliche Schwachstellen identifiziert werden. Anhand einer Analyse der Energieverbräuche werden anschließend die Energiesparpotenziale aufgedeckt. Vertiefende energietechnische Vor-Ort-Beratungen mit qualifizierten energietechnischen Beratern ermöglichen im Anschluss die Identifikation von konkreten Maßnahmen zur Energieeinsparung.

 

Zudem finden vierteljährlich Netzwerktreffen mit allen teilnehmenden Unternehmen statt. Diese dienen dem Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zu energierelevanten Themen. Einen Mehrwert bieten auch exklusive, kostenlose Fachvorträge zu relevanten Themen mit weiteren Experten sowie gemeinsame Diskussionen über Umsetzungsmöglichkeiten in den einzelnen Betrieben.

 

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird gefördert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen Programmgebiet Stärker entwickelte Region (SER).

 

Die Unternehmensnetzwerke UNEW und UNRW sind zudem Bestandteil des Masterplans 100% Klimaschutz für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg.

 

Über das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk