Maximale PS für den Klimaschutz – Landkreis Holzminden erhält Auszeichnung des Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministeriums

Klimaschutzagentur Weserbergland, mobil gewinnt
Preisträger "mobil gewinnt". Foto: Rainer Kant

Gestern Abend empfing der Landkreis Holzminden eine Auszeichnung für einen der besten Beiträge im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „mobil gewinnt“. Die Initiative „mobil gewinnt“ unterstützt Betriebe, die sich für nachhaltige Mobilität engagieren – innerbetrieblich, auf Geschäftsreisen und auch auf den Arbeitswegen der Beschäftigten. Sie wurde vom Bundesumweltministerium (BMUB) und Bundesverkehrsministerium (BMVI) initiiert. Das eingereichte Konzept des Landkreises „Mobil.innovativ.nachhaltig…Der Landkreis Holzminden gibt Gas***Maximale PS für den Klimaschutz“ beinhaltet gezielte Mobilitätsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung und soll so dabei helfen, die Klimaschutzziele aus dem Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz zu verwirklichen. Nachdem die Konzeptphase des Projektes nun abgeschlossen ist, bildet die gestrige Auszeichnung den Auftakt für die Umsetzungsphase.

 

Bei der Auszeichnung der Preisträger und der Übergabe der Urkunden in Berlin nahmen Hans-Joachim Scholz (Dezernent) sowie Dr. Linda Hartmann (Masterplanmanagerin) die Glückwünsche stellvertretend für den Landkreis von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks sowie von Bundesverkehrsminister Christian Schmidt entgegen und zeigten sich sehr zufrieden. Denn mit der Auszeichnung ist verbunden, dass das Projektvorhaben zur Förderung gemäß der geplanten BMVI-Förderrichtlinie empfohlen wird und im nächsten Schritt diese Förderung gegebenenfalls erhalten kann. Die entsprechende Richtlinie wird derzeit erarbeitet und soll im ersten Quartal 2018 in Kraft treten. Sollte das Vorhaben bewilligt werden, könnte der Landkreis als öffentliche Institution bis zu 100 Prozent gefördert werden.

 

Der Umsetzung der ersten Maßnahme im Rahmen des Projektes Masterplan stünde so nichts mehr im Wege. Innerhalb des Masterplan-Handlungsfeldes „Klimafreundliche Mobilität“ sollen dann neben den Dienstwegen auch die individuellen Arbeitswege der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises optimiert werden. Hierfür wurden im Vorfeld Mitarbeitende nach ihrem Arbeitsweg sowie ihren Wünschen befragt. Anhand dieser Mobilitätsgewohnheiten entstanden dann Ideen zu Energieeinsparmaßnahmen und zur Minderung des Treibhausgas-Ausstoßes. Diese beinhalten beispielsweise die Anschaffung von Fahrrädern und E-Autos oder CNG-PKWs für Dienstwege, die Aufwertung des Innenhofs für Radfahrer, Fahrgemeinschaften sowie E-Mobilität und vieles mehr. Insgesamt acht Ideen sollen das Mobilitätsverhalten der Kreisverwaltung nachhaltiger gestalten und so dem Ziel des Masterplan-Projektes, nämlich die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung auf lokaler Ebene zu erreichen, ein Stückchen näher kommen.

 

Das Konzept „Mobil.innovativ.nachhaltig…“ ist jedoch nur eine von vielen Ideen, die im Projekt Masterplan ab 2018 umgesetzt werden können. Und auch Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, zeigt sich über die Auszeichnung erfreut: „Der Masterplan soll die Lebensqualität in der Region verbessern. Klimafreundliche Mobilität nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, denn sie führt zu einer langfristigen Sicherung von Versorgung und Mobilität im ländlichen Raum, Treibhausgasemissionen können reduziert und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden.“

 

Über das Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 775.000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916.000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk