Klima.Sieger 2017: Preisgelder von bis zu 25.000 Euro an Vereine vergeben

Klima.Sieger, Westfalen Weser Energie, Klimaschutzagentur Weserbergland, Vereinsgebäude, Vereine

Eine fachkundige Jury hat die Preisträger des Wettbewerbs „Klima.Sieger“ nach klaren Kriterien bestimmt und die Fördersummen entsprechend zugeteilt. Es wurden 15 Vereine der Kategorie A (mit konkretem Sanierungsvorhaben) und 28 Vereine der Kategorie B (noch kein konkretes Vorhaben) von der Jury positiv bewertet. Die von der Westfalen Weser Energie-Gruppe pro Sanierungsvorhaben verteilten Preisgelder reichen von 1000 bis zu 25.000 Euro. Sparen, sanieren, schützen – unter diesem Motto hatte der heimische Energiedienstleister Westfalen Weser Energie mit Unterstützung der Klimaschutzagentur Weserbergland im vorigen Herbst den Wettbewerb Klima.Sieger gestartet, der erstmalig Klimaschutzaktivitäten in Vereinen honoriert. Der neue Wettbewerb richtet sich an Vereine im Netzgebiet, die ihr Vereinsgebäude oder eine andere bauliche Anlage energetisch sanieren möchten.

Die Preise wurden gestern, am 30.05.2017, in Detmold, Sitz der Bezirksregierung und zentral im Netzgebiet der Westfalen Weser Energie-Gruppe gelegen, im Beisein zahlreicher Bürgermeister übergeben. Die prämierten Projektvorhaben reichen von sehr umfangreichen Maßnahmen wie der Erneuerung der innenliegenden Dachdämmung, dem Einbau einer Zwangsbelüftung, dem Austausch der Dachfenster, der Installation einer thermischen Solaranlage zur Warmwasserbereitung und dem Austausch von Halogen-Leuchtmitteln gegen LED-Leuchtmittel in einem Vereinsgebäude über das Ersetzen der Nachtspeicherheizung sowie der Außenwand- und Deckendämmung bis zum Austausch alter Holzfenster und undichter Türen. Die ersten fünf Preisträgervereine kommen aus Delbrück, Minden, Delligsen-Hohenbüchen und Marsberg-Hoppecketal. Die Vereine bekommen Summen zwischen 5000 und 25.000 Euro. Zusätzlich wurden Sonderpreise in den Kategorien Einsparung, Innovation, Engagement und Multiplikator vergeben. Sie gehen nach Minden, Marsberg, Brakel und Minden-Lübbecke.

 

Die Projektvielfalt spiegelt wider, wie groß das Potenzial für Energieeinsparungen im Gebäudebereich ist. Der Energieverbrauch dort macht 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland aus. Genau da setzt der Wettbewerb an. Viele Gebäude sind sanierungsbedürftig, freiwillige Leistungen der Kommunen werden gekürzt oder ganz eingestellt und den Vereinen fehlen finanzielle Mittel, um nötige Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen. Ein weiteres Problem in vielen Vereinen ist die Unwissenheit über die Potenziale, die in Bezug auf die Energieeinsparung in ihren Gebäuden bestehen. Ein finanzieller Anstoß durch den Gewinn beim Wettbewerb schafft die Möglichkeit, mit einer Energieberatung Aufschlüsse über diese Potenziale zu gewinnen und erste Maßnahmen umzusetzen.

 

„Angesichts unserer kommunalen Anteilseignerstruktur möchte die Westfalen Weser Energie-Gruppe mit dem Wettbewerb „Klima.Sieger“ zwei Themen verknüpfen und voranbringen: das bürgerschaftliche Engagement einerseits sowie Energieeffizienz und Klimaschutz andererseits. Die finanzielle Unterstützung durch den Erhalt eines Preisgeldes kann hier Anreize schaffen und gleichzeitig die Kommune entlasten“, so Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, zur Motivation der Auslobung des Wettbewerbs. „Im lokalen Umfeld ist das bürgerschaftliche Engagement für den Klimaschutz genauso wichtig wie auf globaler Ebene. Prämiert wird hier gezielt das umweltbewusste Handeln vor Ort, in der eigenen Stadt oder Gemeinde.“

 

Eine fachkundige und unabhängige Jury wählte aus den eingereichten Bewerbungen die unterstützungswürdigen Projekte aus. Der Jury gehörten Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer Energieagentur NRW, Lothar Nolte, Geschäftsführer Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, Heinz-Jörg Heinemann, Sachverständiger der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld für das Schornsteinfegerhandwerk, Prof. Dr. Martin Kesting, Leiter des Instituts für Energieeffizienz an der Hochschule Weserbergland und Dr. Stephan Nahrath an. Bewertet wurde unter anderem, wie viel Energie und CO2 eingespart werden kann, wie schlüssig das Sanierungsvorhaben ist oder wie innovativ das Vorhaben zum Beispiel in Bezug auf die Nutzung erneuerbarer Energien ist. „Preiswürdig sind unterschiedlichste Klimaschutzprojekte. Dabei geht es immer darum, Eigeninitiative zu zeigen, zukunftsorientiert zu denken, möglichst innovative Konzepte zu entwickeln und damit vielleicht sogar Vorreiter in der Kommune zu sein“, verdeutlichte Uta Wolff, Projektleiterin bei Westfalen Weser Energie die Kriterien.

 

Westfalen Weser Energie arbeitete im Rahmen des Wettbewerbs mit der Klimaschutzagentur Weserbergland zusammen und richtete dort eine Servicestelle ein. „Wir wollten die Vereine mit ihren Vorhaben nicht allein lassen. Wir haben zu allen Fragen rund um den Wettbewerb beraten, zur Antragsstellung genauso wie zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten“, führt Tobias Timm, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Weserbergland, weiter aus.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Interessierte unter

www.ww-energie.com/klima.sieger

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk