Kindergarten Regenbogenland aus Hameln gewinnt den Klimaschutzpreis 2016

Foto: KSA Preisträger Klimaschutzpreis 2016
Preisträger Klimaschutzpreis 2016, Foto: KSA

Bereits zum fünften Mal vergab die Klimaschutzagentur zum Jahresausklang den Klimaschutzpreis im Weserbergland. Mehr als 100 Gäste freuten sich am Mittwochabend in der kleinen Kultur(n)halle in Emmerthal mit den Siegern des Klimaschutzpreises 2016.

Der erste Preis ging in diesem Jahr an die Kita Regenbogen, Domeierstraße in Hameln. „Müllhai jagt Nemo“ - das Kunstobjekt in Form eines Raubfisches - überzeugte die Jury der Klimaschutzagentur durch eine klare Botschaft: Plastik hat fatale Folgen für die ozeanische Flora und Fauna!

Den zweiten Preis ergatterten zehn Schüler der Jugendkunstschule Hameln mit ihren „Müll-Robotern“. Aus Blechbüchsen & Co. bastelten sie Roboter in vielen Variationen. Auch die Kinder des evangelisch-lutherischen Kindergartens Langes Feld als Drittplatzierte zeichnete Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, aus. Die Kinder der Regelgruppe „Grashüpfer“ hatten ein Aquarium aus Karton mit Plastikflaschenfischen und einen Roboter mit Einwegbecherarmen gebastelt. Zur Ehrung gab es nicht nur blitzeblanke Pokale, sondern auch attraktive Umweltsachpreise.

 

Die Jury, zu der neben Medien- und Kunstschulvertretern auch Umweltakteure zählten, vergab außerdem einen Sonderpreis an die Kinder des Kinderspielkreises in Diedersen. Im September veranstaltete der Kinderspielkreis einen "Müllmonat". Alle Kinder sammelten vier Wochen lang Müll, der im täglichen Leben als Verpackung anfällt. Sie werkelten aus dem Müll die tollsten Gegenstände, unter anderem Kerzenständer, interessante Bilder, Spardosen, Pinnwände aus Kork, ein Set als Essensunterlage und Rasseldosen als Musikinstrumente. Krönender Abschluss war eine Modenschau von Müllkostümen.

 

„Unser Wettbewerb soll Kitas und Schulen helfen, das wichtige Thema Müllvermeidung spielerisch anzugehen“, unterstrich Klimaschutz-Fachmann Timm. „Die Mädchen und Jungen haben uns erstaunlich phantasievolle Kunstobjekte eingereicht.“

 

Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann betonte ebenfalls die Vielfalt der kreativen Ideen, die den Mädchen und Jungen das Thema Klimaschutz näher gebracht habe. Stolz zeigte sich Grossmann, dass die Klimaschutzpreisverleihung in diesem Jahr in Emmerthal stattfand. Von der guten Zusammenarbeit der Klimaschutzagentur mit den Kommunen profitiere die gesamte Region.

 

„Auch wenn die Kunstwerke in diesem Raum heute für Bewunderung sorgen, bestehen sie aus Abfall, der unsere Natur zerstört“, betonte Grossmann. “3,5 Millionen Tonnen Müll produziert die Weltbevölkerung jeden Tag. Bis 2025 wird sich die Zahl fast verdoppeln. Schon jetzt sind die Auswirkungen auf den Planeten immens, wie etwa die gewaltigen Müllstrudel in den Ozeanen zeigen. Durch Müllvermeiden und Mülltrennen können wir diese Situation ändern.“ Der Emmerthaler Bürgermeister erläuterte einige Tipps zur Müllvermeidung.

 

Der Preisverleihungsabend in Emmerthal verlief als kleines stimmungsvolles Advendsfest mit Bastelaktionen, Klimaschutzfee und Weihnachtsmann.

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk