Qualifizierungsschulungen für mehr Klimaschutz im Handwerk

Schon während der Ausbildung sollte das gegenseitige Verständnis aller Gewerke am Bau gefördert werden. Foto: Tyler Olson/ Fotolia
Schon während der Ausbildung sollte das gegenseitige Verständnis aller Gewerke am Bau gefördert werden. Foto: Tyler Olson/ Fotolia

Mit einem Frühstück für die Geschäftsführer der Handwerksbetriebe startet die Klimaschutzagentur das Projekt „HandwerksAusbildung für Klimaschutz“ (HAKS) und bietet die erste Schulung an.

 

Das HAKS Projekt ist eine freiwillige Qualifizierungsinitiative, die seit dem Jahr 2016 für die Verbindung von Klimaschutz und gewerkeübergreifendem Bauen und Sanieren im Handwerk steht. Es ist als zusätzliches Angebot zur Ausbildung in den Bauberufen konzipiert.

Das Lehrangebot richtet sich an Auszubildende im zweiten und dritten Lehrjahr der verschiedenen Gewerke am Bau: Maler, Maurer, Dachdecker, Elektriker, Zimmerer, Anlagenmechaniker Sanitär Heizung Klima. Außerdem gehören auch die Ausbilder in Betrieben und Berufsschulen zur Zielgruppe.

 

Für eine effiziente Sanierung sei ein ganzheitliches Betrachten der Gebäude notwendig, sagt Dorian Maerten, der Projektkoordinator der Klimaschutzagentur Weserbergland. Aufgrund der zunehmenden Komplexität am Bau gebe es inzwischen vermehrt gemeinsame Baubesprechungen aller Gewerke mit dem Architekten, so Maerten. Deshalb sei es wichtig, schon während der Ausbildung das gegenseitige Verständnis aller Gewerke zu fördern.

 

Das Handwerksfrühstück für die Geschäftsführer findet in drei Landkreisen in den Städten Hameln, Stadthagen und Holzminden statt. Beim gemütlichen Miteinander sollen die Geschäftsführer erkennen, dass die Betriebe sich mit HAKS als TOP-Ausbildungsbetriebe positionieren können, erklärt Dorian Maerten, darüber hinaus bestehe auch die Möglichkeit, eigenes Wissen und Können für energiesparendes Bauen zu erweitern und die Produkt- und Servicequalität im Betrieb zu verbessern.

 

Die erste Veranstaltung für Auszubildende steht auch schon fest. Am 21. November findet im Energie- und Umweltzentrum am Deister in Springe die Schulung unter dem Titel „Wärmedämmung, Wärmebrücken und Lichtdichtheit der Gebäudehülle statt.“ In dieser Veranstaltung kommen Fachkräfte verschiedener Gewerke zusammen und erhalten einen Raum für den überfachlichen Austausch. Der Ansatz des energieeffizienten Bauens und Sanierens ist dabei über die gesamte Veranstaltung hinweg der Leitgedanke.

 

Neben der Klimaschutzagentur Weserbergland sind das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza), die Energieagentur Göttingen, die ZEBAU in Hamburg, die Klimaschutzagentur Region Hannover sowie die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens beteiligt.

 

Das Projekt „HandwerksAusbildung für Klimaschutz“ hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie durch den Europäischen Sozialfonds mit 1,6 Millionen Euro gefördert.

 

Interessierte Betriebsleiter und Auszubildende können sich telefonisch unter 05151/95788-14 informieren. Die Termine, das Anmeldeformular und weitere Informationen sind hier zu finden.

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk