Nächster Schritt im Projekt Masterplan: Jan Krebs ist Koordinator

Landrätin Angela Schürzeberg stellt Jan Krebs als Masterplan-Koordinator vor (v.l.n.r. Tobias Timm, Landrätin Angela Schürzeberg, Jan Krebs, Dr. Linda Hartmann). Foto: KSA
Landrätin Angela Schürzeberg stellt Jan Krebs als Masterplan-Koordinator vor (v.l.n.r. Tobias Timm, Landrätin Angela Schürzeberg, Jan Krebs, Dr. Linda Hartmann). Foto: KSA

Stellvertretend für das Landkreis-Bündnis Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg stellte die Landrätin Angela Schürzeberg auf der heutigen Pressekonferenz in Holzminden Jan Krebs als Masterplan-Koordinator vor. Am 15. August 2016 hat er seine Arbeit im Rahmen des geförderten Projektes Masterplan-100 % Klimaschutz aufgenommen und verfolgt mit dem Team der Klimaschutzagentur Weserbergland ein ganz klares Ziel: in den Landkreisen bis zum Jahr 2050 den Energiebedarf zu halbieren und 95 Prozent der Treibhausgasemissionen einzusparen.

Mit Aufnahme seiner Arbeit werden nun auch zeitnah weitere Weichen für das Projekt gestellt. „Bis Mitte des nächsten Jahres muss das Konzept stehen. Daher wird als nächstes ein Beirat sowie eine Lenkungsgruppe ins Leben gerufen“, gibt Krebs bekannt und erläutert weiter: „Der Beirat bildet das oberste Gremium innerhalb der Projektkoordination. Er hat eine beratende Funktion bei der inhaltlichen Ausrichtung und repräsentiert Entscheider aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Lenkungsgruppe hingegen ist für die Projektsteuerung zuständig. Neben mir und der Klimaschutzagentur Weserbergland werden in der Gruppe auch noch weitere Vertreter aus den Landkreisen den Projektfortschritt im Blick haben und ihn vorantreiben.“

 

Bereits innerhalb der Konzeptionierung des Masterplans nehmen auch die Menschen aus der Region eine zentrale Rolle ein. „Wir wollen mit dem Masterplan den Weg in eine neue Zukunft ebnen und die Lebensqualität in der Region verbessern. Die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen wir aber nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern“, weiß Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland. Um Zukunftsbilder zu zeichnen, werden daher pro Landkreis bis zu sieben sogenannte Demografie-Tandems gegründet. Diese bestehen jeweils aus zwei Bürgern: einer Person zwischen 15 und 25 Jahren sowie einer Person im Alter ab 65 Jahren. In mehreren gemeinsamen Treffen entwickeln die Tandems ihre ganz eigenen Visionen zum Thema Klimaschutz, die so in den Masterplan einfließen.

 

Aber auch Personen der mittleren Generation sollen zu Wort kommen. Mit Hilfe thematischer Werkstätten bekommen sie und alle anderen Menschen der Region die Möglichkeit, sich innerhalb der sechs Themen „Ländliche Entwicklung, Raumplanung, Energie“, „Technische Energieeffizienz“, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Suffizienz und nachhaltige Lebensstile“, „Klimafreundliche Mobilität“ sowie „Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung“ einzubringen und so an der Formulierung von Umsetzungsschritten teilzuhaben. Ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu den einzelnen Werkstätten leisten den Themen entsprechende Experten aus der Region.

 

Tandems und Werkstätten bieten der Zivilgesellschaft also die Möglichkeit, sich in das Projekt einzubringen. „Damit aber auch alle Menschen in der Region immer auf dem neuesten Stand sind, arbeiten wir gerade mit Hochdruck an einer Internetpräsenz für den Masterplan und freuen uns darauf, diese schon bald mit Leben füllen zu können“, gibt Jan Krebs bekannt. „Ein weiterer Schritt in Richtung 100 Prozent Klimaschutz.“

 

Über das Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz

Insgesamt 22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan-100 % Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von insgesamt 916.000 Euro.

 

Über die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Daniela Riekenberg, Larisa Purk