Berlin gibt grünes Licht für Fortsetzung des Stromspar-Checks

Das erfolgreiche Projekt Stromspar-Check wird mit neuer Ausrichtung und neuem kommunalen Schwerpunkt bis 2019 fortgesetzt. Das Bundesumweltministerium erteilte jetzt grünes Licht zur Fortsetzung.

Mehr als eine halbe Millionen Menschen mit geringem Einkommen haben seit 2009 bundesweit am Stromspar-Check des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) teilgenommen und so ihre Energiekosten deutlich reduziert. In den  Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden ist der Stromspar-Check eine gemeinsame Initiative der Klimaschutzagentur Weserbergland und  der  Impuls gGmbH. Diese ist Träger des Projektes und organisiert, initiiert und führt die Beratungstermine mit einem qualifizierten Expertenteam durch.

 

651 einkommensschwache Haushalte wurden von 2013 bis Anfang dieses Jahres energetisch beraten. Dadurch konnte der Stromverbrauch insgesamt per anno um 256.430 kWh reduziert werden. Das ergibt eine Stromkostenersparnis von 74.977 Euro für alle Haushalte im Jahr. Durch die weiteren Tipps zum Nutzerverhalten konnten die Familien ihren Wasserverbrauch senken – gemeinsam per anno um 10.546 Kubikmeter. Das bedeutet eine Reduzierung des finanziellen Aufwands von jährlich 47.523 Euro.

 

Nutzen brachte die Beratung auch für den sonstigen Energieverbrauch. „179.025 kWh pro Jahr konnten in diesem Bereich vermieden werden“, erklärt Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland.  Summa summarum hätten die Haushalte, die vom Stromspar-Check plus profitieren konnten, gemeinsam 135.520 Euro per anno eingespart. Das bedeutet zudem ein Plus für die Umwelt: „Denn mit diesem Maßnahmen konnten wir 184.233 Kilogramm CO2 jedes Jahr vermeiden.“

 

Unter dem Namen „Stromspar-Check Kommunal“ wird das Beratungsangebot mit finanziellen Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative jetzt mit neuen Elementen fit für die Zukunft gemacht. „Das Projekt verbindet Klimaschutz und regionale Entwicklung auf ideale Weise miteinander“, betont Energieberater Thomas Kuper, der das Stromspar-Check-Team bei der Impuls gGmbH leitet.  Durch die Beratung und manche energetischen Soforthilfen würden  einkommensschwache Haushalte erheblich Energiekosten einsparen. Und davon würden ebenfalls die Kommunen profitieren durch geringere Sozialausgaben.“

 

Wer als Bezieher eines geringen Einkommens an einem Stromspar-Check teilnimmt, kann die Energiekosten jährlich im besten Fall um durchschnittlich 340 Euro pro Haushalt reduzieren. Zu dem Stromspar-Check gehört eine Vor-Ort-Beratung. Beim Beratungstermin in der Wohnung installieren die Fachleute bei Bedarf auch Soforthilfen zum Energiesparen. Außerdem wird geprüft, ob der Haushalt die Kriterien für einen Gutschein zum Kauf eines neuen, energieeffizienten Kühlgeräts erfüllt. Im Rahmen des Vorgängerprojekt Stromspar-Check PLUS wurden in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden 151 Gutscheine ausgegeben, die teilweise bereits eingelöst wurden.

 

Anmeldungen für den „Stromspar-Check Kommunal“ nimmt weiterhin das Beratungsteam der Impuls gGmbH an, Telefon: 05151 98 21-86 und -87, E-Mail: kuper@impuls-hamelnpyrmont.de. Auch persönlich sind die Energieexperten in der Ohsener Straße 106 in Hameln anzutreffen – Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8  bis 17 Uhr und freitags 8 bis 15 Uhr.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk