Für Klimaschutz & Gesundheit – Slam-Festival in Hameln

Schreien, flüstern, jaulen für Klimaschutz und Gesundheit - Poetry-Slam macht’s möglich. Nach dem Motto „Mit Worten bewegen“ startet am Freitag, 3. Juni, um 19 Uhr im LaLu im HefeHof das literarische Festival. Zehn Profi-Slamer aus ganz Deutschland gehen in der Kult-Kulisse Hamelns an den Start, wenn es darum geht, Umweltschutzthemen in Verbindung mit Gesundheit auf einmalige Art und Weise zu perfomen. Das Publikum ist besonders gefordert: Die Zuschauer werden bei den Auftritten der Protagonisten in die Darstellungskunst einbezogen, außerdem vergeben die Gäste drei Preise an die besten Slamer.

Klimaschutz und Gesundheit stehen im direkten Zusammenhang. „Beide Themen werden geprägt von Nachhaltigkeit, achtsamer Verhaltensweise und einem präventiven Bewusstsein“, so die Erklärung der Initiatoren der Veranstaltung. Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Weserbergland hat für die besondere Aktion die BINGO Umweltstiftung und die Krankenkasse BKK24 mit ins Boot geholt. Gemeinsam rufen die drei Organisationen Hobby-Wortakrobaten aus dem Weserbergland auf, sich mit eigenem originellem Wortbeitrag am Festival zu beteiligen.

 

Fragen zum Klimawandel und zum gesundheitsbewussten Leben beantworten die Slamer bei diesem einzigartigen Event eben einfach mal literarisch. Mit so viel Feingefühl , Ironie und Ausdruckskraft, dass ihre Botschaften direkt ankommen. Das Kulturformat schärft die Wahrnehmung. Und auch die Nachwuchsakteure können ihre Vorstellungen rund um das vielfältige Thema eindrucksvoll auf die Bühne bringen.

 

Die menschlichen, ökonomischen und ökologischen Kosten in Sachen Klimaschutz seien höher als die Ausgaben, die rechtzeitiges, entschiedenes und zielgerichtetes Handeln verursachen würden. Das hat der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicholas Stern, bereits vor einem Jahrzehnt aufgezeigt. Er rechnete vor, dass steigende Temperaturen die Weltwirtschaft Jahr für Jahr mindestens fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts kosten würden. Der Weltklimarat hat diese Sicht bestätigt: Jede Verzögerung beim Klimaschutz schränke spätere Handlungsmöglichkeiten ein und treibe die Kosten deutlich in die Höhe.

 

„Für die Wortakrobaten gibt es zahlreiche Vorbilder“, meint Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur. Der Naturforscher Alexander von Humboldt beispielsweise habe in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Dominanz des Menschen über die Natur kritisiert. Der französische Philosoph Michel Serres habe bereits vor zwanzig Jahren gefordert, dass Gesellschaftsverträge durch Naturverträge ergänzt werden müssten. Mit dem Poetry-Slam solle die öffentliche Aufmerksamkeit für Klimaschutz und ein längeres, besseres Leben erhöht werden, betont Stefan Bohm, Leiter Unternehmensentwicklung bei der BKK24. „Es geht darum, möglichst viele Menschen zu sensibilisieren, eine öffentliche Diskussion anzuregen und eigenes Handeln zu hinterfragen.“

 

Eine große Bedeutung an diesem Abend sollen zudem die persönlichen Gespräche am Stand der Klimaschutzagentur Weserbergland haben. Das Team der vorrangig kommunal getragenen Gesellschaft informiert über seine Aufgaben und Ziele rund um Umwelt- und Klimaschutz sowie um Energieeinsparmöglichkeiten. Die BKK24 stellt ihre wissenschaftlich untermauerte Gesundheitsinitiative „Länger besser leben.“ vor und erklärt beispielsweise, wie das eigene Leben um bis zu 14 Jahre verlängert werden kann.

 

Hobby-Slamer können sich mit ihren Beiträgen zum populären Literaturformat anmelden bei Sabine Buntrock, Pressesprecherin der Klimaschutzagentur Weserbergland, per E-Mail (buntrock@klimaschutzagentur.org).

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk