Sparen und den Wohnkomfort erhöhen

Das Bewusstsein fürs energetische Sanieren steigt – das belegen die aktuellen Zahlen der Bilanz der KfW-Förderprogramme. Mithilfe der KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren wurden allein im Jahr 2015 Investitionen von fast 40 Milliarden Euro angestoßen – das sind rund 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 381.000 Wohnungen und fast 800 Nichtwohngebäude wurden energieeffizient saniert oder neu gebaut. Insgesamt sind es in den vergangenen zehn Jahren mehr als 4,1 Millionen Wohnungen und mehr als 2.900 Nichtwohngebäude. Davon profitieren auch viele kleine und mittlere Unternehmen. Denn die Bauaufträge gehen vor allem an örtliche Handwerksbetriebe. So sichern und schaffen die Investitionen jährlich etwa 300.000 Arbeitsplätze im Mittelstand und Handwerk. 

„Wer energetisch saniert, spart nicht nur, sondern erhöht auch den Wohnkomfort“, erklärt Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die aktuelle Technik verbessere den Wohnstandard. Und: Oft lasse sich der der Verbrauch von Öl und Gas bis zu 80 Prozent senken. 

Wer sich fürs energetische Sanieren entscheidet, wird vom Staat unterstützt. Das Heizen mit erneuerbaren Energien setzt sich immer mehr durch: Seitdem das Marktanreizprogramm (MAP) im April 2015 verbessert wurde, sind rund 40 Prozent mehr Zuschüsse beantragt worden als im Vorjahreszeitraum. Mit einem Fördervolumen von mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr ist das MAP heute das zentrale Instrument für den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Im Zeitraum 2006 bis 2015 wurden so insgesamt mehr als 1,1 Millionen Heizanlagen gefördert. Die Förderprogramme konnten weiter ausgebaut werden. Erst vergangenes Jahr wurden etwa die Mittel für die KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren um 200 Millionen aufgestockt. Damit stehen bis 2018 jährlich zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Das ist mehr als je zuvor. 

Ab April dieses Jahres treten infolgedessen Änderungen im KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ in Kraft: Der maximale Kreditbetrag pro Wohneinheit steigt von 50.000 auf 100.000 Euro, und künftig ist eine 20-jährige Zinsbindung möglich. Mit dem „KfW-Effizienzhaus Plus“ gibt es im Neubau zudem einen neuen Förderstandard – mit 15 Prozent Tilgungszuschuss.

 

Seit dem Jahreswechsel 2016 setzt außerdem das neue „Anreizprogramm Energieeffizienz“ weitere Impulse und stärkt effiziente Kombinationslösungen. Das so genannte „Heizungspaket“ hilft der Wärmewende im Heizungskeller auf die Sprünge: Wer einen alten Heizkessel durch einen modernen effizienten ersetzt und gleichzeitig das gesamte Heizungssystem optimiert, bekommt eine höhere Förderung als bisher. 

Zudem erhalten all diejenigen eine höhere Förderung, die eine Lüftungsanlage einbauen und gleichzeitig mindestens eine Dämmmaßnahme durchführen oder die Fenster austauschen. Mit diesem „Lüftungspaket“ lassen sich Bauschäden wie etwa Schimmelbefall vermeiden und das Raumklima verbessern. 

 

Die neuen Förderinhalte des „Anreizprogramms Energieeffizienz“ wurden in bestehende Programme integriert, womit diese nun noch attraktiver sind. Mit ihren kostenlosen und neutralen Informationskampagnen „Mach Dein Haus fit!“ und „Heizungsvisite“ wird die Klimaschutzagentur Weserbergland dem Sanierungstrend gerecht. Im Rahmen der Informationsoffensiven wird kompetent, unentgeltlich und ohne Geschäftsabsichten direkt in der Immobilie des Interessenten beraten. Anmeldungen: unter 05151/95788-77. 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk