Der Klimawandel kann Flüchtlingsströme ausweiten

Tina Ruland Klimaschutzagentur Weserbergland

Unterstützung von der deutschen Schauspiel-Elite: TV- und Kino-Star Tina Ruland engagiert sich für die Umwelt, ist passionierte Bahnfahrerin und startet im Urlaub auch schon mal Müllsammelaktionen am Strand. Die Klimaschutzagentur Weserbergland konnte die Künstlerin jetzt als Botschafterin gewinnen und hatte sie zur Seite beim Informationstreff rund um energetische Gebäudemodernisierung in Holzminden.

Im Foyer der Stadthalle stellte sie unterhaltsam und spannend die Zusammenhänge von „Kultur und Klimawandel“ dar, verriet sie ihre ganz persönlichen Energiespartipps. Sie betonte die Bedeutung der Natur für jeden einzelnen und untermauerte dieses Statement mit Zitaten von Goethe, Alexander von Humboldt und Peter Kurzeck. Außerdem verwies sie auf aktuelle Auswirkungen des Klimawandels. „Der Klimawandel kann Flüchtlingsströme hervorrufen und verstärken, und er sorgt dafür, dass in vielen Branchen der Wirtschaft die Karten neu gemischt werden, etwa wenn Kohlekraftwerke geschlossen werden und umweltverträgliche Technik sich durchsetzt.“

 

Und sie machte klar, dass der menschliche Anteil an der Ausweitung der Emissionen von Treibhausgasen als wissenschaftliches Ergebnis in der Klimaforschung gesichert ist. „Wir alle können dazu beitragen, die CO2-Emissionen zu senken. Jeder einzelne, jede Gemeinschaft.“

 

Ferner gab sie Tipps zu Möglichkeiten der Energieeinsparung, appellierte ans Publikum, öfter mal das Auto stehen zu lassen, um gesundheitsfördernd und umweltschonend per pedes oder Rad unterwegs zu sein. Auch wusste die Schauspielerin zu berichten, dass die Hälfte der Energie Haushalte fürs Heizen verwenden würden. Durch die energetische Modernisierung der Heizungsanlage ließe sich der Geldbeutel erheblich entlasten. „Durch den Einbau effizienter Heizungspumpen beispielsweise können Verbraucher rund 100 Euro Stromkosten pro Jahr sparen.“ Damit und weiteren Aufzählungen von Vorteilen der energetische Gebäudesanierung übergab sie die Aktionsbühne an die Protagonisten des Informationstreffs rund um energetische Sanierung und Fördermöglichkeiten.

 

Und das waren auch gleichzeitig der Veranstalter dieser bundesweit einmaligen Initiative: Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Weserbergland und die Stadtwerke Holzminden hatten jede Menge Informationen parat zu effizienten Modernisierung. Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, und der Vertriebsleiter der Stadtwerke Holzminden, Andreas Nolte, erläuterten vorrangig die Pluspunkte bei einer Heizungserneuerung beziehungsweise –optimierung. Und räumten Vorurteile aus rund um Dämmung und Kostenexplosionen. Die energetische Sanierung mache sich nicht nur positiv im Haushaltssäckel bemerkbar, sondern schone auch die Umwelt und sorge noch dazu für mehr Wohnkomfort.

 

Landrätin Angela Schürzeberg lobte in ihrer Ansprache die Aktivitäten der gemeinnützigen Klimaschutzagentur und hob noch einmal besonders hervor, dass der Rat der Agentur auch international gefragt sei. Mit Freude habe sie vernommen, dass Geschäftsführer Tobias Timm in Sachen energetische Gebäudesanierung bereits vor dem schottischen Parlament referiert habe. Für sie ein Qualitätsbeweis, der dokumentiere, dass sich der Landkreis mit der Wahl der Klimaschutzagentur Weserbergland als Partner bei den Klimaschutzaktivitäten richtig entschieden habe.

 

Beratungskampagnen für potenzielle Haussanierer bietet die Klimaschutzagentur Weserbergland an. Neutral und kostenlos werden Interessierte direkt in ihrer Immobilie über energetische Modernisierung informiert. Ein Service, den der Landkreis Holzminden bei der Klimaschutzagentur Weserbergland für seine Bürger angefordert hat. Die Kommune hat Interesse an privaten energetischen Sanierungen, weil sich mit diesen Maßnahmen CO₂ im großen Stil einsparen lässt. Und die Treibhausgasemissionsreduzierungen um 40 Prozent bis 2020 gehören zu den Zielen in den Integrierten Klimaschutzkonzepten der Landkreise, der Städte und Gemeinden.

 

 

 

Detaillierte Angaben zu den geschäftsunabhängigen Vor-Ort-Beratungen der Klimaschutzagentur und zu Contracting-Konzepten der Stadtwerke Holzminden prägen die Fachvorträge beim Informationstreff. Das Foyer der Stadthalle Holzminden wird am 11. Februar gleichfalls zur Plattform für gehaltvolle Klimagespräche. Gemeinsam mit Schauspielerin Tina Ruland holen die Klimaschutzagentur Weserbergland und die Stadtwerke Holzminden das Thema Klimawandel aus der Isolation der Wissenschaft auf die Kommunikationsbühne. Timm bedauert, dass Klimaschutz immer in die Umwelt-Box gesteckt würde. „Aber Klimaschutz ist auch Gesundheitspolitik, ist Wirtschaftspolitik, ist Sozialpolitik, ist Außenpolitik.“

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk