Hoher Fleischkonsum belastet Umwelt und Klima

Vor allem Fleisch und nichtsaisonale Produkte mit langen Transportwegen belasten weiter Umwelt und Klima. Das zeigen die Daten der Broschüre „Umwelt, Haushalte und Konsum“ des Umweltbundesamtes. Nach Angaben des UBA werden die Klimaschutzziele nur erreicht, wenn die Verbraucher ihr Konsumverhalten ändern würden. Die Produktion tierischer Produkte, allen voran Fleisch, belaste die Umwelt in hohem Maße – durch Ressourcen- und Flächenverbrauch, aber auch Nitratbelastung von Böden und Gewässern und hohe Treibhausgasemissionen.

Auch Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, betont, dass die Tierwirtschaft und damit der Konsum tierischer Produkte in hohem Maße mitverantwortlich seien für den Klimawandel. Je nach Studie würden der Tierwirtschaft zwischen 18 und 51 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgase zugeschrieben, „also mehr als dem gesamten Transportwesen weltweit“. Die Emissionen entstünden zum einen direkt durch den Verdauungsprozess oder durch die Ausscheidungen der Tiere.

Auch der hohe Wasserverbrauch verursache Probleme. So würden hinter der Produktion von einem Kilo Fleisch 15.500 Liter Wasser stecken. Außerdem könne es sowohl bei der Anpflanzung von Futtermitteln als auch bei der Aufzucht der Tiere zu Wasserverschmutzung durch Pestizide, Herbizide oder Medikamente kommen.

Timm appelliert an die Verbraucher, ihren Fleischkonsum zu überdenken. Es ginge nicht darum, unbedingt Vegetarier zu werden, so der Agentur-Chef. Allerdings sei die Variante, sich zum Flexitarier zu entwickeln, eben nur ab und zu gutes Fleisch aus artgerechter und nachhaltiger Tierhaltung zu genießen, nicht nur klimafreundlich, sondern schone auch die Gesundheit.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk