Klimaschutzpreis 2015 - große Feier mit 100 Gästen

Die ersten Gewinner des Klimaschutzpreises 2015 heißen Esther Mapy Palomeque Valencia und Anastasia Radulovic. Die beiden Fünfjährigen aus Hameln hatten sich am landkreisweiten Umwelt-Wettbewerb „Wasser – das Lebenselixier“ beteiligt. Bereits zum vierten Mal hatte die Klimaschutzagentur Weserbergland den begehrten Preis ausgeschrieben und in diesem Jahr kleine Nachwuchskünstler im Kita- und Grundschulalter aufgerufen, „Wasser-Werke“ zu kreieren.

Zur feierlichen Preisverleihung im KulturKulTourismusForum am Rathaus in Hessisch Oldendorf kamen denn am Dienstagabend fast 100 Gäste, die nicht nur die erfinderischen Sieger beklatschten und originellen Bilder bestaunten, sondern auch ein kleines stimmungsvolles Adventsfestmit Bastelaktionen, Klimaschutzfee und Weihnachtsmann erlebten. Neben den Siegern aus der Hamelner Kita Altstadtmäuse zeichnete Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, auch die zweite Gewinnerin Lenya Görling, neun Jahre alt, aus der Hessisch Oldendorfer Grundschule am Rosenbusch sowie den fünfjährige Moritz Knoche aus dem Kindergarten Zersen als Drittplatzierten mit blitzeblanken Pokalen und attraktiven Umweltsachpreisen aus.

 

Phantasievolles, Kreatives, Hintergründiges, Eindrucksvolles, Bewegendes hätten die Mädchen und Jungen im Rahmen des Wettbewerbs eingereicht, so Timm. „Im Grunde sind alle Bilder Gewinnerbilder.“ Der Jury, zu der neben Medien- und Kunstschulvertreter auch Umweltakteure sowie kommunale Spitzen zählten, sei es „sehr schwer gefallen, eine Auswahl zu treffen“.

 

Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger betonte ebenfalls die Vielfalt der kreativen Ideensammlung, die den beteiligten Mädchen und Jungen auch das Thema Klimaschutz allgemein näher gebracht habe. Stolz zeigte sich Krüger, dass die Klimaschutzpreisverleihungin diesem Jahr in Hessisch Oldendorf stattfinden würde. Und er betonte die gute Zusammenarbeit der Klimaschutzagentur und der Kommunen, die der gesamten Region zugutekäme. Kindgerecht erklärte Krüger Kernideen des Umweltschutzes, die in der Zusammenfassung das Appell „Weniger Energie verbrauchen, erneuerbare Energien ausbauen“ beinhalteten.

 

„Wasser ist nicht überall ein solch selbstverständliches Gut wie bei uns“, unterstrich Klimaschutz-Fachmann Timm noch einmal den Hintergrund für das Wettbewerbsmotto. Weltweit werde das wertvolle Gut immer mehr zum kritischen Überlebens- und Entwicklungsfaktor. „Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und leiden unter unhygienischen Abwasserverhältnissen.“ Die Sensibilisierung aller Menschen für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser spiele deshalb eine große Rolle.

 

Laut Timm befürchten die Vereinten Nationen eine verheerende Trinkwasserknappheit. Bis zum Jahr 2050 werde der Bedarf voraussichtlich um 55 Prozent steigen. Die Umweltschutzorganisation WWF prognostiziere, aus der Wasserkrise könne eine ökologische, ökonomische und soziale Katastrophe entstehen. Bleibe es beim bisherigen Verlauf, lebten schon in 20 Jahren mindestens 3,5 Milliarden Menschen in wasserarmen Gebieten, die Hälfte der Weltbevölkerung.

 

„Die zunehmende Umweltverschmutzung und die damit verbundene Klimaveränderung sind Verursacher der Missstände“, erklärte der Agentur-Geschäftsführer. Mit dem Malwettbewerb seien schon die Jüngsten für das Thema sensibilisiert und animiert worden, bewusst mit dem wertvollen Gut umzugehen. Nach Meinung des Umweltexperten sollten in Kitas oder Schulen die Wasserprobleme in spielerischen Aktionen angesprochen werden. So könnten die Mädchen und Jungen unkompliziert lernen, dass umweltbewusstes Verhalten überall auf der Welt helfen könne.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk