Stadt Hameln beauftragt Klimaschutzagentur mit Gebäudeanalyse

Das Bundesumweltministerium  fördert die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes für kommunale Liegenschaften in Hameln – mit 51.600 Euro. Die Stadt will in diesem Jahr 54 öffentliche Gebäude energetisch genauer untersuchen lassen und konkrete Optimierungsmöglichkeiten ermitteln. Ziel ist der Aufbau eines  professionellen Energiemanagements in der Kommune.

Mit der Durchführung des Teilkonzepts ist die Klimaschutzagentur Weserbergland beauftragt worden. Geschäftsführer Tobias Timm sieht die Gebäudeanalyse als wichtigen Baustein für das umfassende und strukturierte  Energiemanagement der Stadt Hameln.  „Mit diesem Instrument kann die Kommune nachhaltig ihren Energieverbrauch und damit die kommunalen CO2-Emissionen reduzieren und natürlich die Energiekosten für Gebäude und Liegenschaften erheblich senken“, betont Timm.

 

Das Klimaschutzteilkonzept für kommunale Liegenschaften in Hameln beinhaltet drei Bausteine, die mitunter aufeinander aufbauen. Im Mittelpunkt der Begutachtung stehen 54 öffentliche Gebäude. Im ersten Schritt geht es darum, für die Gebäude ein Klimaschutzmanagement aufzubauen.  Relevanz dabei: erste Basisdaten für die Bauten mit ihren energetischen Eigenschaften zu ermitteln und die Immobilien mit durchschnittlichen und zeitgemäßen Kennzahlen zu vergleichen.  Die Mitarbeiter der Klimaschutzagentur stellen in den Fachabteilungen in der Verwaltung die Analyse vor und  erstellen Organisations- und Controllingkonzepte in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Rathaus.  Danach werden zukünftige energetische Maßnahmen passgenau entwickelt.

 

Im zweiten Baustein steht eine detaillierte Gebäudebewertung auf dem Plan. Das macht unter anderem den Gesamtüberblick  über den Zustand aller Immobilien möglich, der als Grundlage dient für die Prüfung konkreter Sanierungsmöglichkeiten und die Festlegung des gesamten energetischen Modernisierungsbedarfs. „In der Gesamtzusammenfassung können wir dann feststellen, welche Klimaschutzmaßnahmen sich technisch und wirtschaftlich am effektivsten realisieren lassen“, so Timm. Auf diese Weise würden Prioritäten herauskristallisiert und konkrete Handlungspläne für die kommenden Jahre auf den Weg gebracht.

 

Im dritten Baustein  werden acht Gebäude exemplarisch besonders akribisch untersucht. Zu dieser Feinanalyse zählen auch Energieberichte, der Politik und Öffentlichkeit – genau wie die anderen Ergebnisse aus dem Klimaschutzteilkonzept – vorgestellt werden.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk