Startschuss für Klimaschutz-Teilkonzept

Im Landkreis Hameln-Pyrmont beginnt im Mai der Prozess zur Erarbeitung eines Klimaschutz-Teilkonzeptes zu den möglichen Ausbaupotenzialen von Erneuerbaren Energien (EE). Neben der Erhebung von Bedarfs- und Produktionsdaten ist die Erarbeitung von Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen für die Umsetzung in den nächsten fünf bis zehn Jahren Zielsetzung des Projektes. Basierend auf den Vorarbeiten des Integrierten Klimaschutzkonzepts sollen nun detailliert die Handlungsmöglichkeiten zur Steigerung der Strom und Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien für den Landkreis untersucht werden.

„Wurden im Jahr 2007 bereits 27 Prozent des Stromverbrauchs im Landkreis aus erneuerbaren Quellen bereitgestellt, eine Quote, die mehr als das Doppelte des Bundesdurchschnittes bedeutete, so haben wir heute die 50-Prozent-Marke bereits geknackt. Energieversorgung aus regenerativen Rohstoffen bedeutet nicht nur nachhaltigen Klimaschutz, sondern vor allem auch Versorgungssicherheit und Wettbewerbsvorteile für unsere Unternehmen, Wertschöpfung für unsere Region und bezahlbare Energie für unsere Bevölkerung, “ erläutert Landrat Tjark Bartels die Motive des Kreistages. Zielsetzung des Landkreises sei es, bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent der CO2-Emissionen einzusparen und bis zum Jahr 2050 die Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen.

In dem nun gestarteten Klimaschutz-Teilkonzept werden konkrete Handlungsansätze für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Landkreis Hameln-Pyrmont entwickelt. Es geht dabei um Maßnahmen zum verbesserten Ausbau von Bioenergie, Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Geothermie. Berücksichtigt werden die technisch und wirtschaftlich umsetzbaren Potenziale, die dadurch erreichbaren CO2-Minderungen und die Auswirkungen auf die regionale Wertschöpfung.

Erarbeitet werden jedoch nicht allein die technischen Aspekte, Fragen und Ansätze der Bürgerbeteiligung, Kommunikation und Akzeptanz bilden einen weiteren Schwerpunkt der Analyse. Projektträger ist der Landkreis Hameln-Pyrmont. Mit der Durchführung wurde die Klimaschutzagentur Weserbergland beauftragt.

Die Kernelemente des geplanten Klimaschutz-Teilkonzepts sind:

  • Aktualisierung der Energie- und CO2-Bilanz für den Landkreis
  • Analyse der Erneuerbaren-Energien-Potenziale im Landkreis
  • Einbindung und Beteiligung relevanter Akteursgruppen, Durchführung von Fachveranstaltungen
  • Erarbeitung und Bewertung von konkreten Maßnahmen
  • Erstellung eines Controllingkonzepts und einer Kommunikationsstrategie

Um das große Ziel, bis zum Jahr 2050 die gesamte Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umstellen zu können, zu erreichen, werden neben den kreisangehörigen Städten und Gemeinden möglichst viele lokale Akteure und Institutionen aktiv eingebunden. In vier Fachforen sollen nach der Sommerpause regionale Faktoren wie Raumfläche und Akzeptanz, Erneuerbare Energien als Wirtschaftsfaktor, sowie der Aufbau eines regenerativen Kraftwerks diskutiert werden.

ie Ergebnisse und konkrete Maßnahmenempfehlungen werden in einem Klimaschutz-Teilkonzept zusammengefasst, das im Frühjahr 2016 dem Kreistag zum Beschluss vorgelegt werden soll. Die Konzepterstellung wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung (www.klimaschutz.de) gefördert (Förderkennzeichen 03K01047).

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk