Neue Förderrichtlinie für Energiemanagementsysteme

Ab sofort gilt eine neu gefasste Förderrichtline für Energiemanagementsysteme. Anträge für die Förderung nach den neuen Richtlinien sind auf den Seiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu finden. Für alle Anträge, die bis zum 30. April dieses Jahres beim BAFA eingegangen sind, gelten die Richtlinien vom 22. Juli 2013. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland. Ausgeschlossen sind die Unternehmen, die aufgrund einer gesetzlichen Regelung (BesAR, Spitzenausgleich) dazu verpflichtet sind, ein Energiemanagementsystem einzuführen. Gefördert werden Beratung, Erstzertifizierung, Erwerb von Messtechnik und Software sowie die Schulung von Mitarbeitern zum Energiebeauftragten.

Das BAFA bewilligt einen anteiligen Zuschuss zu den förderfähigen Ausgaben. Die Höhe der Zuwendungen beträgt:

  1. für die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 maximal 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 6000 Euro
  2. für die Erstzertifizierung eines alternativen Systems gemäß Anlage 2 der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) maximal 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 1500 Euro
  3. für den Erwerb von Messtechnik für Energiemanagementsysteme maximal 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 8000 Euro
  4. für den Erwerb von Software für Energiemanagementsysteme maximal 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 4000 Euro.

Für externe Beratung gewährt das BAFA einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, maximal 3000 Euro. Die finanzielle Spritze für die Schulung der Mitarbeiter beinhaltet 30 Prozent der spezifischen Ausgaben, maximal 1000 Euro. Beschränkt hat das Ministerium die Gesamtsumme der Zuwendungen für einen Betrieb – nämlich auf maximal 20000 Euro innerhalb von 36 Monaten. In der Summe darf ein Unternehmen, das einen Förderantrag stellt, nicht mehr als 200000 Euro in den vergangenen drei Jahren an öffentlichen Beihilfen erhalten haben.

Die Klimaschutzagentur Weserbergland unterstützt Unternehmen dabei, ihre Energieeffizienz durch Energiemanagementsysteme zu steigern und bietet individuelle Lösungen fürs Energiemanagement. Nähere Auskünfte und Terminvereinbarungen: bei Rhea Schöning, Telefon: 05151/9578813, E-Mail: schoening@klimaschuzagentur.org.

Energiemanagementsysteme sind ein zentrales Instrument, um Energieeinsparpotenziale erkennen und heben zu können. Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungsbereich verbrauchen insgesamt 43 Prozent der jährlichen Endenergie. In diesen Wirtschaftszweigen bestehen erhebliche Einsparpotenziale, die genutzt werden müssen“, betont Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk