Michaela May unterstützt Klimaschutzagentur

Bereits zum zweiten Mal reiste Schauspielerin Michaela May zur Klimaschutzagentur Weserbergland, um die gemeinnützige Gesellschaft bei ihrem Energiesparkurs zu unterstützen. Diesmal warb sie bei der Informationsveranstaltung rund um die „Mach Dein Haus fit!“-Kampagne in Bückeburg für das kostenlose und neutrale Beratungsangebot der Agentur, das diese im Auftrag des Landkreises Schaumburg offeriert.

Als „Klimabotschafterin der Klimaschutzagentur Weserbergland“ begrüßte Geschäftsführer Tobias Timm die berühmte Künstlerin im Ratssaal. Im Rahmen des informativen Abends in Kooperation mit der Volksbank Schaumburg stellte der Agentur-Chef Details der Beratungsoffensive vor und kündigte den Start der Kampagne in der Auftaktkommune Rodenberg für den 13. April an.

„Klimaschutz geht uns alle an, Denkweisen müssen sich verändern, sei es bei der Nutzung des Autos, dem Fleischkonsum oder der Urlaubsreise“, betonte Schaumburgs Kreishandwerksmeister Horst Frensel. Eine bedeutendes Instrument, um den Wandel beim Klimawandel mitzugestalten, um Treibhausgasemissionen zu senken, sei aber vor allem das der energetischen Sanierung von Gebäuden.“ Das bestätigte auch Horst Roch, Klimaschutzmanager des Landkreises, der die Kompetenz der Klimaschutzagentur Weserbergland in punkto „Energetische Beratung“ unterstrich und die einzelnen Möglichkeiten der umweltfreundlichen Modernisierung vorstellte.

Michaela May bezeichnete die „Mach Dein Haus fit!“-Kampagne schlichtweg als „tolle Initiative der kommunal getragenen Einrichtung“. Jüngst habe Renate Künast noch im ARD-Morgenmagazin gefordert, dass – um noch mehr Menschen zu energetischen Sanierungen – zu animieren, es einen unabhängigen Service geben müsse, bei dem die Menschen in Ihrem Zuhause ohne Verfolgung von Geschäftsinteressen beraten würden. „Die Klimaschutzagentur ist längst soweit“, kommentierte die prominente Rednerin und konnte sogar Erfolgszahlen der Agentur nennen: Innerhalb eines Jahres habe das Team in der Region Hameln-Pyrmont mit seiner Informationskampagne dazu beitragen können, „dass 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden“. Das entspreche übrigens dem Gewicht von rund 300 Millionen Ostereiern. „Weil wir uns gerade in der Vorosterzeit befinden – ein schöner Vergleich.“

Die erfolgreiche Mimin konnte auch Hintergründe anführen: „Energetische Sanierungen können im großen Stil helfen, die Treibhausgasemissionen zu senken“, sagte sie. Auf den Gebäudebereich würden rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entfallen. „Eine gewaltige Zahl. Da muss man etwas tun.“

Sie wusste ferner zu berichten, dass der der Weltklimarat (IPCC) einmal mehr zum schnellen Handeln im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen hat. „Und das ist gut so!“ Ein Fazit des Weltklimaberichts sei, dass mit weiteren Anstrengungen die Erderwärmung noch zu stoppen sei. Laut Einigung der EU solle der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) im Vergleich zu 1990 verbindlich um mindestens 40 Prozent sinken. „Damit verdoppelt Europa seine Anstrengungen.“ Der Anteil der erneuerbaren Energien aus Wind oder Sonne solle auf mindestens 27 Prozent steigen.

Michaela May appellierte an Publikum: „Wir alle können dazu beitragen, die CO2-Emissionen zu senken. Jeder einzelne, jede Gemeinschaft.“ Dafür gab sie denn auch handfeste Energiespartipps, verwies beispielsweise darauf, dass sich mit effizienteren Haushaltsgeräten Energie und damit bare Münze sparen lasse und dass durch Stand-By-Verluste, also den Stromverbrauch von Elektrogeräten, die gerade nicht genutzt werden, erhebliche Energie verpuffe.

Auch bei der Beleuchtung lasse sich verhältnismäßig einfach Energie sparen, ohne dass man im Dunkeln sitze – „mit energieeffizienten Energiesparlampen, Bewegungsmeldern, Zeitschaltuhren und Dämmerungsschaltern.“

Besonders eindringlich warb die Künstlerin für das Fahrradfahren. „Für den Klimaschutz buchstäblich in Bewegung bleiben – Fahrradfahren schont ebenfalls die Umwelt und ist gut für die eigene Fitness.“ Vor einiger Zeit ist Michael May mit dem Preis der Stadt Münster als „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ ausgezeichnet worden. Sie erzählte, dass dafür nicht nur ihre private Vorliebe für den Drahtesel ausschlaggebend gewesen sei, sondern auch das Radeln in ihren Filmrollen. „So sieht ein großes Publikum: Das Fahrrad ist ein Star!“ Für die längeren Strecken solle man sich für ein verbrauchsarmes Auto entscheiden, dabei könne man auch eine Menge Geld sparen.

„Grundsätzlich gilt“, so Michaela May, „Energie erst gar nicht verbrauchen!“ Jeder Haushalt könne mit intelligenter Planung den eigenen Energieverbrauch um einen bestimmten Prozentsatz senken. Beratung dazu gäbe es bei der Klimaschutzagentur Weserbergland.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk