Neues Energie-Gesetz verpflichtet Unternehmen

Der Bundesrat hat jetzt das neue Energiedienstleistungsgesetz verabschiedet: Danach müssen Großunternehmen ein Energie-Audit nach DIN EN 16247 verpflichtend bis zum 5. Dezember dieses Jahres durchführen. Diese Audits müssen dann alle vier Jahre wiederholt werden. Alternativ reicht ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (ISO 50001) oder Umweltmanagementsystem (EMAS) ebenfalls als Nachweis zur Erfüllung der neuen Vorgaben.


Grundsätzlich gilt das neue Gesetz ab April für alle Betriebe - sowohl produzierende als auch Dienstleistungs- und Handelsunternehmen - mit mehr als 250 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von mindestens 43 Millionen Euro. Von den neuen Vorgaben ausgenommen sind Kleinstunternehmen und kleine oder mittlere Unternehmen (KMU).

Die Klimaschutzagentur Weserbergland unterstützt betroffene Unternehmen bei den Energie-Audits oder der Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Für das System benötigt der Betrieb jährliche Zertifizierung, für das Audit gemäß DIN EN 16247 ist diese nur alle vier Jahre erforderlich. Die Klimaschutzagentur Weserbergland ermittelt die beste Lösung für das einzelne Unternehmen. Beim Energiemanagementsystem beispielsweise können die Unternehmen den Umfang des Systems und die Maßnahmen frei festlegen. Alle Betriebsbereiche und Mitarbeiter lassen sich aktiv mit einbinden. Und: Durch den Prozessablauf werden peu à peu Einsparpotenziale offen gelegt und genutzt.

Unternehmen, die den Vorgaben des neuen Gesetzes nicht nachkommen, müssen mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe richtet sich nach dem Energieverbrauch des Unternehmens. Die Bußgelder können bei bis zu 50.000 Euro liegen - pro zu Unternehmenseinheit, die auditiert werden muss.

Die Experten der Klimaschutzagentur Weserbergland entwickeln ein jeweils maßgeschneidertes Energie-Einsparkonzept sowie einen Maßnahmenkatalog. Dieser Plan stellt die Möglichkeiten einer gesteigerten Energieeffizienz im jeweiligen Unternehmen übersichtlich dar. Bei Terminen im Betrieb recherchiert das Team der Klimaschutzagentur weitere Einsparungspotenziale mit dem Fachpersonal vor Ort.

Tipps zur stetigen Verbesserung der energetischen Bilanz zählen zu den Leistungen im Rahmen der Beratung rund ums das Managementsystem nach DIN EN ISO 50001. Die Experten der Klimaschutzagentur entwickeln jeweils ein individuelles, leicht anwendbares System.Auf Grundlage des energetischen Ist-Zustandes geben die Fachleute Prognosen in einem ersten Energiebericht, zu dem auch eine detaillierte Auflistung des derzeitigen Energieeinsatzes zählt. Die Klimaschutzagentur unterstützt bei der Datenerhebung vor Ort und bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Nähere Auskünfte erteilt Rhea Schöning, Telefon: 05151/95788-13, E-Mail: schoening@klimaschutzagentur.org

Außerdem können Betriebe  den kostenlosen Online-Leitfaden mod.EEM nutzen und auf diese Weise zu einem Energieaudit oder einem zertifizierten Energiemanagementsystem gelangen. Mit diesen können große Unternehmen ebenfalls ihre gesetzliche Verpflichtung erfüllen.  mod.EEM ist ein Projekt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bauen (BMUB) aufgelegt wurde, um die Energieeffizienz in Unternehmen zu verbessern. Die Abkürzung steht für modulares Energie-Effizienz-Management und führt die Unternehmen mit Checklisten, Tabellenvorlagen und umfassenden Informationen zum Thema Energieeffizienz durch das Audit oder zum Energiemanagementsystem. Die Klimaschutzagentur Weserbergland ist an dem Projekt beteiligt.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk