Bundesnetzagentur bestätigt Bündnis

"Die heutige Entscheidung der Bundesnetzagentur greift in weiten Teilen die Kritikpunkte der Landkreise auf", freut sich Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels. Gemeinsam mit den anderen Landräten aus dem Bündnis gegen die geplante Stromtrasse hatte er das Verfahren der Trassenfindung für den Suedlink in einer "Hamelner Erklärung" kritisiert. Auch die Bundesnetzagentur rügt nun, dass die Findung des Korridors für die Stromtrasse weder transparent noch nachvollziehbar sei. "In der Konsequenz glauben wir nicht, dass Tennet diesen Antrag noch soweit nachbessern kann, dass er annahmefähig wird, da zu viele grundsätzliche Fehler im Herangehen vorliegen", sagt Bartels.

So habe der Tennet den Prozess mit kleinräumigen Dialogen begleitet und sich konsequent der von den Landkreisen geforderten Diskussion um Kriterien und Auswahl des Grobkorridors verweigert. Ebenfalls bestünden erhebliche Bedenken bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen durch die weit gehend unerforschte Realisierung in Gleichstromtechnik , „dieTennet wenigstens über geeignete Sicherheitsabstände und wissenschaftliche Begleitung hätte auffangen müssen“. „Wir brauchen die Energiewende, aber diese muss so gering wie möglich belastend für Mensch und Umwelt sein“, appellierte Bartels.

 

Neben einer vernünftigen neuen Planung werde dafür ein Paradigmenwechsel unumgänglich sein, der die Erdverkabelung zur Regel und die Freileitung zur Ausnahme mache. „Nur so können wir noch rechtzeitig die anspruchsvollen Ziele der Energiewende erreichen.“ Am Dienstag, 24. Februar, beraten die Landkreise in einer großen Konferenz über die technischen Realisierbarkeiten der Erdverkabelung

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk