Neue Förderrichtlinien für den Mittelstand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt investive Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz im Mittelstand durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien. Die Förderrichtlinien wurden jetzt geändert. Sowohl bei Einzelmaßnahmen als auch bei der systemischen Optimierung ergeben sich Neuerungen. Die überarbeiteten Merkblätter und Antragsformulare stehen auf den Seiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung (http://www.bafa.de/bafa/de/energie/querschnittstechnologien/elektronische_antragstellung/index.html?fold=true).

Änderungen bei den Einzelmaßnahmen

  • Bei den Nassläuferumwälzpumpen ist ein neuer Energieeffizienzwert gefordert, EEI ≤ 0,20.
  • Der Ersatz von Kreiselpumpen wird nicht weiter gefördert.
  • Rund um LED-Beleuchtung können Anträge im Bereich Einzelmaßnahme nur noch bis zum 30. April dieses Jahres gestellt werden. Außerdem ist eine Reduzierung der Fördersätze für LED-Beleuchtung im Bereich Einzelmaßnahmen auf 20 Prozent für kleine und mittlere Unternehmen und 10 Prozent für sonstige Unternehmen erfolgt. Erforderlich ist jeweils der komplette Austausch der Leuchte, der Ersatz eines LED-Leuchtmittels in einer Bestandsleuchte (LED Retrofit) wird nicht gefördert.
Änderungen bei der systemischen Optimierung
  • Bei der Dämmung von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen gibt es einen neuen Fördetatbestand.
  • Eine Förderung nach AGVO ist nicht mehr möglich.
  •  Der Energieberater beziehungsweise das Beratungsunternehmen muss nachweislich in der KfW-Beraterbörse oder der Liste für Energieeffizienz-Experten der dena gelistet oder vom BAFA für das Programm „Energieberatung im Mittelstand" anerkannt sein.
Weitere allgemeine Änderungen
  • Gewerbeanmeldungen werden neben dem Handelsregister- und Handwerksrollenauszug als Nachweis für eine unternehmerische Tätigkeit akzeptiert.
  • Der Zeitraum zum Einreichen der Verwendungsnachweisunterlagen nach Ende des Bewilligungszeitraums wurde von sechs auf drei Monate verkürzt.

Weitere Informationen erteilt Rhea Schöning, Fachfrau fürs Energiemanagement für Unternehmen bei der Klimaschutzagentur Weserbergland, telefonisch unter 05151/95788-13 oder per E-Mail (schoening@klimaschutzagentur.org).

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk