Mehr Förderung für KWK-Anlagen

Die Richtlinie zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel (Mini-KWK-Richtlinie) wurde novelliert und ist Anfang des Jahres in Kraft getreten. So kann jetzt im Idealfall eine Mikro-KWK-Anlage mit 1 kW, die alle Voraussetzungen für Bonusförderungen in erfüllt, eine Förderung von 3515 Euro erzielen.

Mit der novellierten Mini-KWK-Richtlinie wird die Basisförderung im kleinen Leistungsbereich verbessert, eine Bonusförderungen für besonders effiziente Mini-KWK-Anlagen eingeführt und die Anwendung der Richtlinie vereinfacht.

Um die Attraktivität und Wirksamkeit der Richtlinie zu verbessern, wurden im Rahmen der Novellierung insbesondere folgende Anpassungen vorgenommen:

  • Anhebung der Fördersätze für kleinere Anlagen, so dass die Wirtschaftlichkeit im kleinsten Leistungssegment verbessert wird.
  • Einführung einer Bonusförderung "Wärmeeffizienz" (+ 25 Prozent), wodurch die thermische Effizienz und damit der Gesamtwirkungsgrad der geförderten Mini-KWK-Anlagen verbessert wird.
  • Einführung einer Bonusförderung "Stromeffizienz" (+ 60 Prozent), so dass Impulse zur beschleunigten Markteinführung von Anlagen mit besonders hoher Stromeffizienz - beispielsweise Brennstoffzellen - ausgelöst werden.

Förderfähig ist die Neuerrichtung strom- und wärmeführbarer KWK-Anlagen bis 20 kW elektrischer Leistung in Bestandsbauten, die:

  • Je nach Größenklasse eine Primärenergieeinsparung von mindestens 15 beziehungsweise 20 Prozent erreichen und einen Gesamtjahresnutzungsgrad von 85 Prozent aufweisen sowie auf der Liste der förderfähigen Mini-KWK-Anlagen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gelistet sind,
  • über einen Wartungsvertrag betreut werden,
  • nicht in Gebieten mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen,einen Wärmespeicher mit einem Speichervolumen von 60 Liter Wasser pro kW thermischer Leistung aufweisen, wobei maximal ein Mindest-Speichervolumen von 1600 Liter erforderlich ist,
  • einen Stromzähler für den KWK-Strom installiert haben und über Informations- und Kommunikationstechnik verfügen, sofern die Mini-KWK-Anlagen mehr als 10 kW elektrische Leistung aufweist.

Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) (www.bafa.de) eingereicht werden.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk