Klimaschutzagentur als Experte bei bundesweiter Informationstour

Guter Rat ist gefragt – auch in Sachen Energiemanagement für Unternehmen: Da sich die Klimaschutzagentur Weserbergland bereits einen Expertenstatus erarbeitet hat, wurden die Fachleute aus Hameln jetzt als Fachreferenten für die „NBank-und-RKW-Info-Tour 2014“ gebucht. In regionalen Veranstaltungen klärt die Initiative auf, welche Förder- und Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen, um Maßnahmen zur Steigerung von Material- und Energieeffizienz in Unternehmen durchzuführen. Im HefeHof hieß das Motto „Energie- und Materialeffizienz in Produktion und Gewerbe steigern“.

Im Anschluss übergibt sie die Aktionsbühne an die Protagonisten des Informationstreffs rund um energetische Sanierung und Fördermöglichkeiten. Und das sind auch gleichzeitig die Veranstalter dieser bundesweit einmaligen Initiative: Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Weserbergland und die Stadtwerke Holzminden laden ein zur einmal anderen Informationsveranstaltung zur Gebäudemodernisierung. Eröffnet wird der Abend um 19 Uhr von Landrätin Angela Schürzeberg. Der Eintritt ist frei.

 

„Der Klimawandelist nicht nur ein Thema für Politik und Naturwissenschaften, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betont Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur. Während die Wissenschaft in der Lage sei, Phänomene zu analysieren und Prognosen zu entwickeln, könne Kultur den Klimawandel sinnlich erfahrbar machen. Ihr visionäres Potenzial könne neue Perspektiven eröffnen und für umweltfreundliche Werte sensibilisieren. Von Bedeutung sei, die Bürger auf die Dringlichkeit der CO₂-Reduzierungen aufmerksam zu machen. „Und die energetischen Sanierungen können im großen Stil helfen, die Treibhausgasemissionen zu senken.“ Auf den Gebäudebereich würden rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO₂-Emissionen fallen. „Eine gewaltige Zahl. Da muss man etwas tun“, appelliert Timm. Gerade auch im Bereich der Heizungsmodernisierung lasse sich viel bewegen. .„Die Umwelt wird entlastet, und der Verbraucher kann bares Geld sparen sowie den Wohnkomfort erhöhen“, fasst der Experte die Vorteile für Immobilieneigentümer zusammen.

 

Das bestätigt ebenfalls Andreas Nolte, Vertriebsleiter der Stadtwerke Holzminden: „80 Prozent aller bestehenden Gebäude sind vor der ersten Wärmeschutzverordnung entstanden, und für einen möglichst großen Erfolg in Sachen CO₂-Reduzierung müssen diese dringend energetisch saniert werden.“ Außerdem würden solche Klimaschutzmaßnahmen den Wohnkomfort erhöhen. „Besonders die Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage entlastet nicht nur den Geldbeutel der Verbraucher, sondern sorge durch zusätzliche Funktionen und Regelalgorithmen für die richtige Wärme am richtigen Ort zur richtigen Zeit“, erklärt Nolte. Und manchmal entstünde sogar durch den Wechsel des Energieträgers zusätzlicher Wohnraum, „wenn beispielsweise der alte Öllagerraum zum Hobbyzimmer avanciert“.

 

Beratungskampagnen für potenzielle Haussanierer bietet die Klimaschutzagentur Weserbergland an. Neutral und kostenlos werden Interessierte direkt in ihrer Immobilie über energetische Modernisierung informiert. Ein Service, den der Landkreis Holzminden bei der Klimaschutzagentur Weserbergland für seine Bürger angefordert hat. Die Kommune hat Interesse an privaten energetischen Sanierungen, weil sich mit diesen Maßnahmen CO₂ im großen Stil einsparen lässt. Und die Treibhausgasemissionsreduzierungen um 40 Prozent bis 2020 gehören zu den Zielen in den Integrierten Klimaschutzkonzepten der Landkreise, der Städte und Gemeinden.

 

Detaillierte Angaben zu den geschäftsunabhängigen Vor-Ort-Beratungen der Klimaschutzagentur und zu Contracting-Konzepten der Stadtwerke Holzminden prägen die Fachvorträge beim Informationstreff. Das Foyer der Stadthalle Holzminden wird am 11. Februar gleichfalls zur Plattform für gehaltvolle Klimagespräche. Gemeinsam mit Schauspielerin Tina Ruland holen die Klimaschutzagentur Weserbergland und die Stadtwerke Holzminden das Thema Klimawandel aus der Isolation der Wissenschaft auf die Kommunikationsbühne. Timm bedauert, dass Klimaschutz immer in die Umwelt-Box gesteckt würde. „Aber Klimaschutz ist auch Gesundheitspolitik, ist Wirtschaftspolitik, ist Sozialpolitik, ist Außenpolitik.“

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk