Spitzenausgleich: Antragsfrist für 2013 verlängert

Die Antragsfrist für die Rückerstattung des Spitzenausgleichs ist verlängert worden:

In einem Schreiben informiert jetzt die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS), dass Unternehmen, die die tatsächlichen Anforderungen für die Ausstellung eines Nachweises im Antragsjahr 2013 erfüllt haben, die zur Nachweisführung erforderlichen Unterlagen auch noch nach Ablauf des Antragsjahres 2013 vorlegen können. Das bedeutet für Unternehmen: Betriebe, die im vergangenen Jahr nicht rechtzeitig einen Zertifizierer für die dokumentenbasierte Prüfung beauftragen konnten, können jetzt dieses Verfahren nachholen.

Im März dieses Jahres hatte das Bundeswirtschaftsministerium den neuen Erlass zur Anwendung der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) veröffentlicht. Danach müssen beim Gesamtenergieverbrauch alle Unternehmensteile, Anlagen, Standorte, Prozesse und/oder Einrichtungen des antragstellenden Unternehmens erfasst werden. Folglich sind auch Verkaufsräume, Verwaltungsräume, Lagerräume oder vergleichbare Räumlichkeiten zu berücksichtigen, sofern in diesen Energieträger eingesetzt werden.

 

Im vergangenen Jahr konnten die Zertifizierstellen im Rahmen einer Verfahrensvereinfachung in bestimmten Fällen auf eine Vor-Ort-Begutachtung verzichten und stattdessen eine reine Dokumentenprüfung durchführen. Für das diesjährige Antragsjahr ist die Vereinfachung gestrichen worden, ein Vor-Ort-Audit ist 2014 Pflicht. Zudem war es bei der Dokumentenprüfung im Antragsjahr 2013 ausreichend, die notwendigen Dokumente bis zum 31. Dezember vollständig bei der Zertifizierstelle eingereicht zu haben. Die Prüfung der Dokumente konnte 2014 erfolgen. Im Gegensatz dazu muss das Vor-Ort-Audit im Antragsjahr 2014 bis zum 31. Dezember dieses Jahres vollständig abgeschlossen sein.

 

Die Nachweisführung gemäß SpaEfV soll für Unternehmensteile beziehungsweise Standorte erfolgen, die für den Gesamtenergieverbrauch des Unternehmens energierelevant sind. Zur Bestimmung der Energierelevanz im Rahmen des Nachweisverfahrens müssen die Anforderungen der ISO 50001 und der darin enthaltenen Wesentlichkeitskriterien (Kapitel 4.4.3 b) herangezogen werden.

 

Die Nutzung von so geannten Mischsystemen ist auch im Regelverfahren zugelassen. Ein Unternehmen kann den Anforderungen an die Nachweisführung nach SpaEfV ebenfalls gerecht werden, wenn dieses für verschiedene Anlagen und Standorte unterschiedliche Testate vorweisen kann, sofern die vorliegenden Testate insgesamt das Unternehmen in der Gesamtheit berücksichtigen.

 

Die Klimaschutzagentur Weserbergland prüft, welche Entlastungsverfahren für das jeweilige Unternehmen in Frage kommt und mit welcher Einsparung gerechnet werden kann. Darüber hinaus beraten die Experten rund um die Antragstellung beim zuständigen Hauptzollamt.

 

Nähere Auskünfte erteilt Rhea Schöning per E-Mail schoening@klimaschutzagentur.org oder telefonisch unter 05151 / 95788-13.

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk