"Erneuerbare Energien wirtschaftlich konkurrenzfähig"

Zum schnellen Handeln im Kampf gegen den Klimawandel hat jetzt der Weltklimarat (IPCC) aufgerufen. Ein Fazit des Weltklimaberichts: Mit weiteren Anstrengungen ist die Erderwärmung noch zu stoppen. Der Weltklimarat hat den so genannten Synthese-Bericht jetzt in Kopenhagen vorgestellt.

"Wir wissen, dass wir die Emissionen drastisch reduzieren müssen", betonte IPCC-Chef Rajendra Pachauri. Der Bericht fasst den dreiteiligen Weltklimareport zusammen. Die wissenschaftliche Gemeinschaft habe gesprochen, jetzt werde der Staffelstab an die politischen Entscheidungsträger weitergegeben.

 

Auch Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, sieht die Politik in der Pflicht. Die Zeit dränge, schnelleres Handeln sei gefordert. Die erneuerbaren Energien seien inzwischen technisch so ausgezeichnet und auch wirtschaftlich konkurrenzfähig, so dass sie die fossile Energien und die AKW bis zur Mitte des Jahrhunderts schrittweise ersetzen könnten.

 

„Beginnt man erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts, kann man nur noch wenig tun.“ Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nannte den Report alarmierend und ermutigend zugleich.

 

Seit September 2013 veröffentlich das Gremium seinen 5. Weltklimareport in drei Teilen. Dieser bringt zum Ausdruck, dass der Klimawandel mit Geschwindigkeit und Dominanz voranschreitet und die Menschheit daran einen gewaltigen Anteil hat. Die Forscherbekräftigten auf der anderen Seite, dass der Temperaturanstieg mit globalem Einsatz noch gebremst werden könne und ein rascher Wechsel auf alternative Energien nur geringe finanzielle Mittel erfordere.

 

„Wir kennen die Werkzeuge, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen“, sagte Umweltministerin Hendricks. Die Staatengemeinschaft müsse jetzt alles daran setzen, 2015 in Paris ein ambitioniertes Klimaschutzabkommen zu verabschieden. Eine weitere Verzögerung sei unverantwortlich.

 

Eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf unter zwei Grad ist laut IPCC möglich, wenn der Ausstoß an Treibhausgasen bis 20150 weltweit um 40 bis 70 Prozent sinkt. Im Jahr 2100 dürften nahezu keine Treibhausgase mehr emittiert werden.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk