EU-Kompromiss unabdingbar

„Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit.“ Hermann Van Rompuy, Chef des EU-Gipfels zum Klimapaket, betonte die Bedeutung des Beratungsthemas. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich heute Morgen in Brüssel auf Klimaschutzziele geeinigt. Herausgekommen ist allerdings nur ein Kompromiss. Auf Druck Großbritanniens und Polens wurde die Zielmarke für das Energiesparen abgeschwächt. Anstatt der bisher geplanten 30 Prozent Einsparungen sind jetzt 27 Prozent im Visier.

Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) soll im Vergleich zu 1990 verbindlich um mindestens 40 Prozent sinken, so die weitere Zielmarke. Damit verdopple Europa seine Anstrengungen, erklärte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. Der Anteil der erneuerbaren Energien aus Wind oder Sonne soll auf mindestens 27 Prozent steigen. Auch dieser Wert sei verbindlich, ergänzt Barroso.

Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, machte auf den hohen Stellenwert der EU-Einigung rund ums Klimapaket aufmerksam. „Ein europäischer Kompromiss musste her, damit der Weltklimagipfel im kommenden Jahr in Paris zu einem Erfolg werden kann.“ Allerdings bedauerte er, dass die von Deutschland angestrebten Zahlen nicht definiert worden seien. Doch: Die Bundesrepublik selbst habe sich ja höhere Ziele gesteckt. Deshalb sei er zuversichtlich, dass Deutschland in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterrolle übernehmen könne. „Beim Anteil der erneuerbaren Energien haben wir mit 25 Prozent ja jetzt schon die Nase vorn.“

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk