Landrat sieht Ausbau der Energiewende im Fokus

Mit rund 100 Teilnehmer wurde heute das Energiesymposium im Weserbergland-Zentrum im Rahmen der Umwelttage Weserbergland eröffnet: Vertreter aus Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft tauschen sich rund um regionale Konzepte nach der Novellierung des EEG-Gesetzes aus. In diesem Jahr präsentieren die Hochschule Weserbergland, die Klimaschutzagentur Weserbergland, die BioenergieRegion Weserbergland plus sowie das Institut für Solarenergieforschung gemeinsam die renommierte Fachtagung. Das Thema Erneuerbare Energien steht ganz oben auf der Agenda der Fachleute in der Region. Prof. Dr. Volkmar Langer, Präsident Hochschule Weserbergland, begrüßte die Tagungsteilnehmer und sprach von den erfolgsversprechenden Synergien durch die Zusammenarbeit der Organisatoren. „Die Kooperation der verschiedenen Veranstalter für das Energiesymposion vereint vielfältige Fachkompetenz auf höchstem Niveau“, sind sich Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, und Hans-Jürgen Hesse, Projektleiter der BioenergieRegion Weserbergland plus, einig.

Landrat Tjark Bartels wertete das Thema "Klimaschutz" als wichtiges Thema in der Region, ,,das Impulse in den Handel und das Handwerk hineinschickt." Entsprechende Maßnahmen würden vor Ort die Wirtschaft ankurbeln. In diesem Zusammenhang lobte er besonders die Aktivitäten der Klimaschutzagentur Weserbergland, mit der der Landkreis sehr eng zusammenarbeite.

Generell appellierte Bartels dafür, die erneuerbaren Energien massiv zu stären. "Wir müssen die Energiewende ausbauen." Der Landkreis müsse sich jetzt mit einem Relikt aus alten Zeiten beschäftigen, das ihm Kopfschmerzen bereite: das Kernkraftwerk Grohnde. Er begrüßte, das die "Abschaltung in sieben Jahren kommt". Jetzt müsse Hameln-Pyrmont aber eine "Nachnutzung erarbeiten, mit der wir leben können."

Als weiteres bedeutendes Thema in diesem Zusammenhang wertete der Landrat die Planungen rund um Südlink. Die Beteilungsrechte bei der Planung der Stromtrasse seien für den Landkreis arg eingeschränkt, und das sei bei öffentlichen Verfahren so nicht üblich. Er wundere sich doch massiv, warum keine Transparenz bei den Begründungen für die Festlegung des Trassenkorridors gegeben sei. Die verschiedenen Trassenvarianten, die im Vorfeld von der Tennet GmbH erarbeitet worden seien, seien wundersame kein Thema mehr. Zunächst sei ja der Ost-Korridor durch den Harz von den Trassenplanern favorisiert worden, warum aber jetzt plötzlich die hiesigen Region für die Wegführung ausgesucht worden sei, könne er nicht nachvollziehen. "Die Gründe müssen transparent gemacht werden, es muss eine Abwägung aller Interessen erfolgen." Auch eine Verlegung der Stromtrasse unter der Erde dürfe von den Planer nicht abgelehnt werden mit der Begründung, dass diese Variante erheblich teurer sei. Schließlich stünden auf der anderen Seite die gesellschaftlichen Kosten entgegen, die durch Landschaftsverlust und Minderung der Lebensqualität der betroffenen Bürger entstehen würden.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk