Plöger plädiert für erneuerbare Energien

Als TV-Wettermann hat er sich längst einen Namen gemacht, als Prognostiker, der anschaulich und amüsant das Azorenhoch, die Kaltluftzunge oder „Cumulonimbus capulatus incus" – die Gewitterwolke – erklärt: Sven Plöger, seines Zeichens Diplom-Meteorologe und Fernsehmoderator, gastierte im Rahmen der Umwelttage Weserbergland in der Hamelner Sumpfblume und mehr als 130 Zuschauer waren gekommen, um sich über verändernde Wetterbedingungen und Kurioses aus der Welt der Meteorologie schlau zu machen. In seinen „Guten Aussichten für morgen?!“ vermittelte der brillante Rhetoriker ebenso wissenswerte Hintergründe zum Thema Klimawandel und Energiewende.

Weit von der Aufbruchstimmung der ersten UN‐Klimakonferenz vor gut 20 Jahren in Rio de Janeiro entfernt sei das heutige Ergebnis, gehe es um die weltweite Kohlendioxidemission, machte Plöger als Einstieg seines Vortrag-Events deutlich. Dieser sei nämlich um 53 Prozent angestiegen – „Das ist weit von dem entfernt, was man damals euphorisch hat erreichen wollen.“

Laut Bericht des UN‐Weltklimarat aus 2013 habe mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent der Mensch einen nennenswerten Anteil an den derzeit mess‐ und sichtbaren Klimaveränderungen. „Das Thema muss im Fokus bleiben“, resümierte Plöger sachlich. Und wies gleichzeitig darauf hin, dass laut „Spiegel“-Umfrage nur noch 39 Prozent der Deutschen den Klimawandel für ein bedeutendes Thema hielten. 2006 waren es noch 62 Prozent.

Die Hoffnungen auf verbindliche Ziele in der Umwelt- und Klimapolitik würden in einer Vielzahl einzelner Länderinteressen untergehen, betonte Plöger. Er erläuterte informativ und unterhaltsam den konstruktiven Umgang mit den einsetzenden Veränderungen, die sich auf sämtliche Lebensbereiche wie Wohnen, Verkehr und Landwirtschaft auswirken. Für unbedingt notwendig hält er es, effizientere Technologien zu entwickeln und Alternativen zu fossilen Energieträgern - wie erneuerbare Energien - zu fördern.

Welches Potenzial erneuerbare Energien bieten, insbesondere die Sonne, beeindruckte das Publikum. „Die Sonne liefert rund 6000 Mal mehr Energie, wie die Menschenauf der Erde verbrauchen.“

Plöger erklärte, dass es schon zu jeder Zeit Veränderungen des Klimas gegeben habe. Unterschied in der heutigen Zeit sei die Geschwindigkeit, mit der die Veränderungen voranschreiten würden. „Mit unserem heutigen Lebensstandard verbrauchen wir etwa anderthalb mal so viele Ressourcen, wie die Erde durch ihre eigene Kraft nachproduzieren kann.“

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk