Vergütungen für BHKW

Blockheizkraftwerke (BHKW), deren Betrieb noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres  auf Biomethan umgestellt und für die ausschließlich Biomethan aus bereits bestehenden Erzeugungsanlagen verwendet wird, erhalten die auf 20 Jahre garantierte Vergütungen des EEG. Dabei gilt die Fassung des Gesetzes, die bei der Erst-Inbetriebnahme des BHKW (beispielsweise mit Erdgas) Anwendung fand. Eine Anlage, die zum Beispiel 2008 erstmals Strom eingespeist hat, wird nach den Bestimmungen des EEG 2004 behandelt und kann bis 2028 die damals geltende Vergütung erhalten. Dazu zählen auch alle Boni, wenn das Biomethan die entsprechende Vergütungsberechtigung besitzt.

Um den langen Planungs- und Umsetzungszeiten von Biogasaufbereitungsanlagen gerecht zu werden, wurden kurz vor Beschluss der EEG-Novelle die Übergangsregelungen für Biomethan noch einmal ausgeweitet, so dass die Erzeugungsanlagen einen weitgehend gesicherten Absatz finden sollen.

Der Einsatz von Biomethan in der Kraft-Wärme-Kopplung mit EEG-Stromeinspeisung ist derzeit besonders dann attraktiv, wenn es sich um ein wärmegeführtes Biomethan-BHKW zwischen ca. 100 kWel und 1 MWel handelt. Der Hauptvorteil ist dabei die Preissicherheit und -planbarkeit über die Vertragslaufzeit. Da Kosten und Erlöse fest auf die Laufzeit kalkulierbar sind, lässt sich das Risiko und die Abhängigkeit von den übrigen Energiepreisen und deren Entwicklung für ein Biomethan-BHKW erheblich reduzieren. Dies ist insbesondere für Anlagen interessant, die den Zeitraum von 30.000 Volllaststunden bereits erreicht haben, in dem die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen nach KWK-Gesetz vergütet wird. Auch Anlagen mit geringen Möglichkeiten zur direkten Nutzung des erzeugten Stroms kommen hierfür in Frage.

Nachdem es in das Gasnetz eingespeist wurde, ist Biomethan nicht mehr vom Erdgas zu unterscheiden. Am Ausspeisepunkt wird das Erdgas mit den physikalischen Eigenschaften des jeweiligen Ausspeisegasnetzbetreibers entnommen. Nach dem EEG kann das Biomethan unterschiedliche Qualitäten haben, je nachdem aus welchen Einsatzstoffen es erzeugt wurde. Dies hat auch Einfluss auf die EEG-Vergütung und daher auch auf den jeweiligen Preis.

Das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe berät die Betreiber von BHKW, erstellt die Grundlagen für die Entscheidung zur Umstellung und stellt den Kontakt zu Lieferanten von Biomethan her. Das Team ist telefonisch erreichbar unter 05951/9893-0.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk