Sonderregelung nach EEG-Novellierung

Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) tritt am 1. August in Kraft. „Einige Änderungen sind im Zusammenhang mit der ‚Besonderen Ausgleichsregelung‘ zu verzeichnen“, betont Dörthe Knefelkamp, stellvertretende Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland.

Demnach sind aktuell differenzierte Anforderungen für zwei Gruppen festgelegt worden: zum einen für Unternehmen mit einer Stromabnahme (für eine Abnahmestelle) zwischen 1 und 5 GWh und zum anderen für Unternehmen mit einer Stromabnahme ab 5 GWh. Die umfassenden Bestimmungen werden künftig in §§ 63 ff. EEG 2014 dargestellt.

Unternehmen mit einer Stromabnahme über 5 GWh müssen ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS vorweisen. Diese Anforderung galt bisher nur für Betriebe mit einer Stromabnahme ab 10 GWh.

Unternehmen mit einer Stromabnahme zwischen 1 und 5 GWh müssen ein Energieeffizienzsystem gemäß der Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) einführen und betreiben. Die SpaEfV ermöglicht die Auswahl zwischen einem Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 oder dem so genannten alternativen System, dass in der SpaEfV unter der Anlage 2 selbst beschrieben wird.

Ob des Zeitpunkts der Novellierung in der Mitte des Jahres haben alle Unternehmen mit einer Stromabnahme zwischen 1 – 10 GWh noch vereinfachte Anforderungen an die Einführung der entsprechenden Systeme. Ist es dem Unternehmen nicht möglich aufgrund der Kürze der Zeit das geforderte System bis zum 30. September dieses Jahres zertifizieren (ISO 50001) beziehungsweise testieren (alternatives System) zu lassen, kann es eine gültige Bescheinigung über diese Umstände (gemäß § 63 Abs. 3 Nr. 2 EEG 2014) von einem Zertifizierer erlangen.

Eine Hürde allerdings bleibt als Voraussetzung für die Ausgleichsregelung auch nach der Novellierung bestehen: die Stromkosten müssen nach wie vor 14 Prozent der Bruttowertschöpfung des Unternehmens ausmachen,

Die Antragsfrist für die besondere Ausgleichregelung wurde bis zum 30. September 2014 verlängert.

Detaillierte Informationen: bei der Klimaschutzagentur Weserbergland, HefeHof 8, 31785 Hameln, E-Mail: knefelkamp@klimaschutzagentur.org, Telefon: 05151/95788-12.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk