Mehr Mittel für Klimaschutz

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller haben die führende Rolle Deutschlands beim internationalen Klimaschutz und der Bewältigung der Folgen des Klimawandels betont. Die westlichen Industrieländer und allen voran Deutschland mit seinem technischen Know-how und Wissen in Umwelt- und Energietechnik hätten herausragende Lösungen für die globalen Klimaherausforderungen zu bieten, sagten die beiden Minister im Rahmen der Veranstaltung "Klimawandel und Entwicklung – Chancen nutzen weltweit".

Deutschland wolle Vorreiter bleiben. Die Bundesregierung werde deshalb den Beitrag zur Finanzierung des internationalen Klimaschutzes auf 1,8 Milliarden Euro aufstocken, erklärten Hendricks und Müller auf der Veranstaltung. In Hameln-Pyrmont unterstützt die Klimaschutzagentur Weserbergland die ehrgeizigen Ziele des Landkreises, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken. "Wir sind auf einem guten Weg", betont Geschäftsführer Tobias Timm. In energetischer Gebäudesanierung stecke ein riesiges Potenzial, Energieeinsparungen im großen Stil zu erreichen. Deshalb sei ein Schwerpunkt im Tätigkeitsfeld der Klimaschutzagentur die Haussaniererkampagne "Mach Dein Haus fit". Allein durch die Maßnahmen nach Erstberatungen rund um energetische Modernisierung und im Rahmen der Beratungsoffensive konnten bereits im ersten Jahr der Kampagne 20.000 Tonnen CO2-Ausstoss vermieden werden.

90 Prozent der Mittel zur Finanzierung des internationalen Klimaschutzes kommen aus dem Etat des BMZ und werden weltweit in Projekte investiert, die einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels leisten. Die Hilfe reicht beispielsweise von Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz, der Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken, dem Ausbau von Wassereinzugsgebieten, der Absicherung besonders anfälliger Infrastrukturbereiche wie Küstenschutz oder Stadtentwicklung bis hin zum Waldbrandschutz.

Bundesumweltministerin Hendricks: "Wir brauchen dringend Fortschritte bei der internationalen Klimapolitik. Aber wir wollen uns auch dort engagieren, wo Länder die Herausforderungen des Klimawandels nicht aus eigener Kraft bewältigen können."

 Die Veranstaltung "Klimawandel und Entwicklung – Chancen nutzen weltweit" bildete den Auftakt zur Diskussion um die ökologische Dimension von Nachhaltigkeit im Rahmen der Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Verantwortung" und wurde mit einer Fachveranstaltung in der Biosphäre Potsdam ergänzt. Weitere Themenforen zur Zukunftscharta fanden zeitgleich in Nürnberg und Hannover statt.

Hintergrund: Auf Initiative von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller entsteht bis November eine Zukunftscharta unter der Überschrift "EINEWELT – unsere Verantwortung". Der Minister diskutiert mit einer breiten Öffentlichkeit allgemein verbindliche Entwicklungsziele. Es finden zahlreiche Veranstaltungen im Bund, in den Ländern und in den Kommunen statt. Der Weg zur Zukunftscharta hat im April im BMZ begonnen und endet mit der gemeinsamen Vorstellung der Zukunftscharta durch Bundeskanzlerin Merkel und Bundesminister Müller am 24. November in Berlin mit über 3000 Gästen. Neben einer Vielzahl an deutschlandweit stattfindenden Themenforen und Diskussionsrunden, haben unter www.zukunftscharta.de alle Bürger die Möglichkeit, sich online einzubringen. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, Wissenschaftlern, Kirchen und der Wirtschaft wird die Zukunftscharta entwickelt und bietet damit für alle in Deutschland die Handlungsgrundlage für das Entwicklungsjahr 2015. Deutschland will mit der Zukunftscharta einen besonderen Beitrag zur Weiterentwicklung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen leisten, dem so genannten Post-2015 Prozess.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk