Naturfreundliche Produkte stärken

Eine neue Initiative zum Thema "Nachhaltiger Konsum und biologische Vielfalt" soll dabei helfen, beim Einkaufen den Erhalt der Natur stärker zu berücksichtigen. Den Startschuss für einen neuen, breit angelegten Dialogprozess gaben das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz jetzt beim 6. Nationalen Forum zur Biologischen Vielfalt in Berlin.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Wir sind auf Produkte aus der Natur angewiesen." Dazu zählten Lebensmittel, Heilkräuter und Textilien aus natürlichen Fasern. "Unser Konsum beeinflusst aber auch den Zustand der biologischen Vielfalt", ergänzte Hendricks. Papier werde aus Holz hergestellt, Gartenerde oft mit Hochmoortorf und die Produktion des Smartphones könne den Lebensraum der letzten Gorillas dieser Welt beeinflussen. "Wir wollen daher nach Wegen suchen, wie man naturverträgliche Produkte im Markt stärken kann." Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, unterstützt die Initiative. "Die Konzentration auf naturfreundliche Erzeugnisse tut nicht nur Mensch und Umwelt gut, sondern bringt auch Wettbewerbsvorteile für das produzierende Unternehmen."

BfN-Präsidentin Beate Jessel zeigte sich überzeugt, dass in der Bevölkerung offensichtlich noch große Wissensdefizite gäbe zur Naturverträglichkeit von Produkten, die dringend behoben werden müstsen. Das mache die aktuelle Studie zum Naturbewusstsein der Deutschen deutlich. Dabei hätten Verbraucher vielfältige Möglichkeiten, über ihr Kauf- und Konsumverhalten auch einen Beitrag zur Sicherung der biologischen Vielfalt zu leisten. Sich bewusst für naturverträglich erzeugte Produkte zu entscheiden - das sei zugleich ein Statement gegen eintönige Monokulturen und Ressourcenausbeutung und für gute Lebensqualität.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk