Familienkraftwerk spart über 50 Prozent Treibhausgasemissionen ein

Hightech in historischer Kulisse bot die Klimaschutzagentur Weserbergland: In den geschichtsträchtigen Räumen des Hotels "Stadt Hameln" stellte die Klimaschutzagentur Weserbergland Varianten der Neuen Strom erzeugenden Heizungen vor. Diplom-Ingenieur Jan Norrmann referierte über die Familienkraftwerke von heute - und betonte, dass diese 52 Prozent weniger Treibhausgasemissionen verursachen würden als herkömmliche Geräte zur Strom- und Wärmeerzeugung. Außerdem erläuterte er Fördermöglichkeiten, indem er beispielsweise auf das KWK-Gesetz hinwies. Nach diesem beträgt der Bonus für selbst erzeugten Strom 5,41 Cent/kWh garantiert für 10 Jahre oder eine einmalige pauschale Zahlung für 30.000 Vollbenutzungsstunden. Außerdem gibt's ein Entgelt für ins Netz eingespeisten Strom nach gültigem Marktpreis, im Durchschnitt min. 5,0 Cent/kWh.

Mario Weimer, Diplom-Ingenieur der Firma Vaillant, erläuterte die Funktion eines Familienkraftwerkes anhand des ausgestellten Exponats ecoPOWER 1.0. Das Strom- und Wärmesystem mit Gas-Verbrennungsmotor für die private Nutzung im Ein- und Zweifamilienhau sei genau passend, um die nötige Wohnwärme und den größten Teil des benötigten Strom zu produzieren. Kern des Komplettsystems sei das mikro-Blockheizkraftwerk (BHKW) bestehend aus einem Gas-Verbrennungsmotor und einem Wärmeauskopplungsmodul mit integriertem Systemregler. Wenn die Wärmeproduktion nicht ausreiche, schalte der Regler ein Gas-Brennwertgerät als Spitzenlastheizgerät dazu. Zum System gehört auch ein Multi-Funktionsspeicher mit dem passenden Wasserinhalt. Er dient gleichzeitig als Pufferspeicher für die Heizung und – dank der angeschlossenen Trinkwasserstation – als Warmwasserbereiter. 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk