Prämien und große Bühne für Energiesparideen

Die Schulen fit machen auf den Weg zur intelligenten Energienutzung: für die Klimaschutzagentur Weserbergland gelebtes Programm im Rahmen ihres Schulprojekts „Prima Klima Weserbergland“. Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat die gemeinnützige Gesellschaft mit der Ausführung des groß angelegten Schul- und Kitaprojektes betraut, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Coaching in Sachen Energieeffizienz – das bedeutet: den Weg ebnen für Verhaltensänderung. „Eine Studie hat gezeigt: Allein durch den bewussten Umgang mit Energie können 15 Prozent Einsparungen verbucht werden“, betonte Christiane Lampen jetzt im Rahmen des 1. Workshops für Schulnutzer in der Albert-Schweitzer-Schule. Die Fachfrau aus dem Referat für Wirtschaftsförderung und Regionale Entwicklung des Landkreises erläuterte den interessierten Lehrern die Möglichkeiten der Teilnahme bei „Prima Klima Weserbergland“.

Dirk Schröder Brandi vom Energie- und Umweltzentrum in Springe leitete den Workshop, zu dem die Schulen des Landkreises geladen worden waren, und gab Tipps zur Integration der Zielvorstellungenin den Unterricht. Energieeinsparkonzepte stellte er vor – zum Beispiel die Gründung von Energie-Teams in den Klassen, die Einbeziehung der Hausmeister in die Arbeitsgruppen, das Licht-, Strom- und Heizungsspar-Einmaleins. „Die Maßnahmen scheinen keine Sensation darzustellen“, räumte er. Doch jede einzelne Maßnahme für sich umgesetzt ergebe ein bedeutendes Ganzes.

 

Als kleine Sensationen muteten doch die Projekte der Schulen an, die diese bereits mit Konsequenz umsetzen. An der Grundschule Salzhemmendorf beispielsweise hat sich der Laufbus bewährt. Der “Motor“ läuft per pedes – die Grundschüler werden in der Laufgruppe mitgenommen. Eltern begleiten die Mädchen und Jungen auf dem Schulweg mit mittlerweile sechs Haltestellen.„Vorbildlich“, kommentiert Lampen. „Diese Aktion sorgt nicht nur für CO2-Einsaprungen, sondern die Bewegung an der frischen Luft fördert zudem die Konzentration der Kinder im Unterricht.“

 

Als Umweltschule in Europa hat sich gar die Grundschule Rohrsen etabliert. Den Titel – verliehen vom Kultusministerium - erhielt die Schule unter anderem für das Anlegen eines „grünen“ Klassenzimmers“, für Solarprojekt mit dem Solarforschungsinstitut in Ohr, für naturnahe Neugestaltungen und die Einrichtung von Nistmöglichkeiten für Vögel.

 

Erfolgreich am atmosfair-Projekt beteiligt hat sich bereits die Basberg-Schule. Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer läuft die Initiative von Fifty/fifty unter Leitung von atmosfair, eine gemeinnützigen GmbH. Diefreie Initiative macht derzeit Programm an über 3500 Schulen in Deutschland. Dabei erhalten die teilnehmenden Schulen 50% der durch bewusstes Nutzerverhalten eingesparten Energiekosten zur freien Verwendung. Die anderen 50% verbleiben beim Schulträger. Dieser Anreiz trägt zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Senkung der Kosten bei. Klima und Energie wird dabei Gegenstand des Unterrichts, von Projekttagen, Arbeitsgemeinschaften und Exkursionen.

 

Mit Projektinitiativen zum Thema Wasser hat die Grundschule in Bad Pyrmont/Holzhausen die Schüler begeistert. Nicht nur theoretische Einheiten im Unterricht prägen das Programm, sondern auch Besuche des Wasserwerks oder Klärwerks. Zudem hat die Bildungsstätte eine Zertifizierungals Klasse 2000 erreicht. Klasse2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. VonMedizinern und Pädagogen entwickelt und von Ministerien unterstützt muntert die Initiative unter anderem zur gesunden Ernährung und mehr Bewegung auf.Vorbildliche Ziele, mit deren Umsetzung auch eine Senkung der Treibhausgasemissionen einhergeht.

 

Die Möglichkeiten seien unbegrenzt, ist Schröder-Brandi überzeugt und meint damit: dass Schüler, Lehrer, Erzieher, Eltern, Hausmeister ihre Ideenvielfalt zu innovativen Energiesparkonzepten in verschiedenster Weise realisieren sollten. Vielleicht als physikalisches Experiment oder als Bühnenstück, als Vortrag oder als Film. Das Energie- und Umweltzentrum bietet gern Unterstützung bei der Verwirklichung gemeinsam entwickelter Gedanken in der Schulfamilie. Und auch die Klimaschutzagentur Weserbergland sieht sich als Partner der Schulen im Rahmen dieses Projekts.

 

Nicht zu vergessen: Die Städte und Gemeinden im Landkreis belohnen die Aktivitäten der Schulen und Kitas mit attraktiven Prämien. Jede Gemeinde hat dazu ein eigenes Berechnungssystem. Einzelheiten dazu sind auf der Homepage der Klimaschutzagentur zu finden (www.klimaschutzagentur.org). Außerdem können die Schulen bei einem Wettbewerb der BioenergieRegion Weserbergland plus zahlreiche attraktive Preise gewinnen und haben eine große Bühne für ihre Beiträge in Hamelns malerischer Innenstadt bei den Umwelttagen Weserbergland im September. Die Aktion ergänzt das Programm des Schulprojekts der Klimaschutzagentur. Gesucht sind auch in diesem Zusammenhang neue Ideen und Projekte, die das Thema "Intelligente Energienutzung" in den Schulen innovativ und kreativ behandeln. Einsendeschluss ist der 31. Mai.

 

Schulen, die den spannenden Workshop verpasst haben, können an einem anderen Termin teilnehmen. Nähere Auskünfte erteilt das Team der Klimaschutzagentur Weserbergland, Telefon: 05151/95788-77, E-Mail: info@klimaschutzagentur.org

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk